Wildflecken

Kulturgut oder Kommerz

"Die Bad Homburger Louisenstraße zwischen Kulturgut und Kommerz - 1917 und 2017 im Vergleich" heißt der Titel eines Vortrags von Reiner Ruppmann (Bad Homburg) in Schroeders Buchcafé in Wildflecken Ter...
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"Die Bad Homburger Louisenstraße zwischen Kulturgut und Kommerz - 1917 und 2017 im Vergleich" heißt der Titel eines Vortrags von Reiner Ruppmann (Bad Homburg) in Schroeders Buchcafé in Wildflecken Termin ist Sonntag, 7. Oktober, 15.30 Uhr.

Reich bebildert

Bad Homburg hat kein eigentliches Stadtzentrum mehr, seit Bombenkrieg und unglückliche städtebauliche Entscheidungen den Kurhausplatz verunstalteten. Einwohner und Besucher sehen seitdem die gesamte Louisenstraße als Innenstadt an. Wer heutzutage auf dieser Haupteinkaufsstraße bummelt, nimmt vor allem die Auslagen der Geschäfte in großen Schaufenstern und die Angebote der Gastronomie wahr. Selten oder nur nebenbei richten Passanten den Blick nach oben auf die Fassaden der Häuser. Der reich bebilderte Vortrag rekonstruiert so weit wie möglich die Standorte der Geschäfte in der ausgehenden Kaiserzeit und vergleicht die frühere Situation mit heute. Er will den Blick dafür schärfen, mit den Kulturdenkmälern in der Louisenstraße sensibel umzugehen, um die Attraktivität der Bad Homburger Kernzone zu erhalten. Kurpark, Kaiser-Friedrich-Promenade und Louisenstraße sollten als kulturhistorische Einheit begriffen werden, die über Verbindungsstraßen miteinander verknüpft sind, schreibt der Veranstalter.

Der Konkurrenzdruck durch das Internet, unter dem viele Einzelhandelsläden stehen, zeigt sich exemplarisch nicht zuletzt auch in Bad Homburg. Weiche Faktoren wie "Erlebnis-, Aufenthalts- und Flanierqualität" sind zukünftig für erfolgreiches Stadtmarketing und nachhaltige Standortentwicklung von erheblicher Bedeutung. red

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