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Sand am Main
Weiberfasching

Küsse für den "Zweiten"

Warm gelaufen für den großen Faschingszug am Sonntag haben sich an Altweiberfasching die Sander Hexen. Mit großem Trara stürmten die närrischen Weiber das Rathaus und fesselten Zweiten Bürgermeister G...
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So lässt sich's aushalten: Ein Lippenstiftbussi gleichzeitig von zwei Frauen bekam Zweiter Bürgermeister Gerhard Zösch.  Foto: Christian Licha
So lässt sich's aushalten: Ein Lippenstiftbussi gleichzeitig von zwei Frauen bekam Zweiter Bürgermeister Gerhard Zösch. Foto: Christian Licha

Warm gelaufen für den großen Faschingszug am Sonntag haben sich an Altweiberfasching die Sander Hexen. Mit großem Trara stürmten die närrischen Weiber das Rathaus und fesselten Zweiten Bürgermeister Gerhard Zösch, der seit einigen Wochen die Amtsgeschäfte stellvertretend für den erkrankten Bürgermeister Bernhard Ruß führt. Unter lautem Jubel der rund 150 Zuschauer führten die Hexen ihr Opfer auf den Kirchplatz, wo es für Zösch galt, kniffelige Aufgaben zu lösen, ehe er wieder freikam.

Nachdem die Krawatten der Gemeindeangestellten und ihres vorübergehenden Chefs dran glauben mussten, sprach Oberhexe Antonie Bergmann: "Dreißig Jahr, Ihr lieben Leut, hat sich der Gerhard auf diesen Tag scho gfreud. Heute endlich wird es wahr, denn unser Erster Bürgermeister, der Bernhard, ist nicht da. Ihm wurd ein Ersatzteil eingebaut, des alte hat nix mehr gut ausgschaut. Wir wünschen ihm Gesundheit und viel Glück, dass es 30 Jahr hält, des neua Stück."

Die Aufgaben, die Zösch zu lösen hatte, waren nur unter Einbeziehung des Publikums zu lösen, sozusagen interaktiv. War es noch einfach, zwei Frauen zu finden, die ihm gleichzeitig ein Lippenstiftbussi auf die Backen geben, erforderte es mehr Überzeugungskraft, einen Mann zu überreden, sich seine Fingernägel rot lackieren zu lassen. Auch galt es, mit zehn Leuten das Lied "Sander Wiberla" zu singen und den Ententanz aufzuführen.

Jetzt geht's in die Schule

Ein besonderer Hingucker war, als Zösch zusammen mit drei Männern auf nur einem Bein stehend das Lied "Heute blau, morgen blau und übermorgen wieder" singen musste. Obwohl der stellvertretende Bürgermeister alle zehn Aufgaben mit Bravour löste, ließ er sich nicht davon abbringen, trotzdem seine Wettschuld für den Fall des Nichtgelingens einzulösen. Dazu die Hexen: "Du wirst in der Schul in der Mensa Essen austeiln und musst danach a nuch zum Aufräuma bleib." cl