Kulmbach

Künstlerisch arbeiten trotz Schlaganfall

Nach einem Schlaganfall verändert sich für die Betroffenen das alltägliche Leben oft dramatisch. Tätigkeiten, die zuvor selbstverständlich waren, sind nicht mehr oder nur noch mit großen Einschränkung...
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Selbstgefertigte Keramikarbeiten präsentierten die Mitglieder der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Kulmbach bei ihrem Treffen, das musikalisch von Lydia Schödel auf der Feenharfe gestaltet wurde. Foto: Sonny Adam
Selbstgefertigte Keramikarbeiten präsentierten die Mitglieder der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Kulmbach bei ihrem Treffen, das musikalisch von Lydia Schödel auf der Feenharfe gestaltet wurde. Foto: Sonny Adam

Nach einem Schlaganfall verändert sich für die Betroffenen das alltägliche Leben oft dramatisch. Tätigkeiten, die zuvor selbstverständlich waren, sind nicht mehr oder nur noch mit großen Einschränkungen möglich.

Umso wichtiger ist es für die Betroffenen, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zurückzugewinnen oder neu zu entdecken. Gelegenheit dazu hatten die Mitglieder der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Kulmbach bei einer Keramikwerkstatt mit der Kunsthandwerkerin Gertrud Murr-Honikel. Die Mitglieder der Gruppe haben an sechs Nachmittagen Keramikköpfe, Schalen, Kugeln und Anhänger gefertigt. Gertrud Murr-Honikel hat die selbst gemachten Kunstwerke dann gebrannt.

Bei einer vorweihnachtlichen Feier im BRK-Zentrum präsentierten die Mitglieder der Schlaganfallgruppe ihre Werke. Lydia Schödel spielte auf der Feenharfe Adventslieder. Bei Kaffee, Stollen und Plätzchen blickte die Vorsitzende der Kulmbacher Selbsthilfegruppe, Anita Hofmann, auf die vielen Aktivitäten im vergangenen Jahr zurück - unter anderem auch auf das gemeinsame Töpfern, das allen Beteiligten viel Freude gemacht hat.

Die Schlaganfallselbsthilfegruppe wurde im Jahr 2015 ins Leben gerufen - inzwischen kommen 22 Schlaganfallpatienten regelmäßig, um den persönlichen Austausch zu pflegen.

Die Schlaganfall-Patienten treffen sich einmal im Monat, erklärte die Vorsitzende Anita Hofmann. Sie nutzte die Gelegenheit, allen Unterstützern der Gruppe zu danken. Nur durch Zuwendungen können regelmäßige Ausflüge, aber auch Sprachfördermaßnahmen durchgeführt werden.

Bei der Feier war auch Brigitte Hohlbach-Jenzen, langjährige Vorsitzende der Bayreuther Gruppe, zu Gast.

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