Herzogenaurach
Trauer

Künstler Theo Steinbrenner ist tot

Überraschend ist am Dienstag Theophil Steinbrenner im Alter von 72 Jahren gestorben. Der Künstler aus dem unterfränkischen Schwarzach hatte den Schusterbrunnen im Herzogenauracher Schlosshof geschaffe...
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Der Künstler Theophil Steinbrenner am Herzogenauracher Schusterbrunnen im Schlosshof Foto: Bernhard Panzer (Archiv)
Der Künstler Theophil Steinbrenner am Herzogenauracher Schusterbrunnen im Schlosshof Foto: Bernhard Panzer (Archiv)

Überraschend ist am Dienstag Theophil Steinbrenner im Alter von 72 Jahren gestorben. Der Künstler aus dem unterfränkischen Schwarzach hatte den Schusterbrunnen im Herzogenauracher Schlosshof geschaffen.

In Sommerach betrieb Steinbrenner seit 30 Jahren sein Turmmuseum, das als die älteste Kleinkunstbühne im Raum Kitzingen gilt. Er war stolz darauf, einer von 27 Künstlern in Deutschland zu sein, die ihr eigenes Museum betreiben, berichtet "Die Kitzinger".

Künstlersuche

Klaus-Peter Gäbelein und Helmut Fischer vom Herzogenauracher Heimatverein waren auf der Suche nach einem Erbauer des Schusterbrunnens und stießen auf Theophil Steinbrenner. Er fertigte nebenbei Kachelöfen, seine Hauptwerke sind aber über 320 Brunnen und Großskulpturen im ganzen Bundesgebiet. Als die Herzogenauracher den Künstler und früheren Lehrer in seinem Atelier in Sommerach besuchten, waren sie überzeugt: Dieser Mann ist der richtige.

Eine weitere Idee allerdings konnte sich im Stadtrat damals nicht durchsetzen. Am Brunnen am Vehnturm, anfangs auch als Ochsentränke bezeichnet, wollte der Verein gemeinsam mit dem Künstler eine Ochsenfigur aufstellen, als Symbol für Uraha. Das fand aber keine Mehrheit, wie Gäbelein sagt, und dem Verein selbst fehlten die finanziellen Mittel.

Lehrer in Haßfurt

1996 erwarb Steinbrenner die Alte Fallmeisterei bei Kirchschönbach. Hier finden immer wieder Lesungen, Kabarett und Theater statt. Sein Freundes- und Kulturkreis umfasste zuletzt 500 Mitglieder.

Theophil Steinbrenner wurde am 30. März 1946 in Dörfleshof (Königshofen/Grabfeld) geboren. 1956 begann für ihn die Gymnasialzeit an der Oberrealschule in Haßfurt. Er studierte Sport, Kunst und Pädagogik und arbeitete als Kunsterzieher in Münsterschwarzach und Kitzingen. Der Künstler rief auch die Schwarzacher Weihnacht ins Leben. Bei der 28. Auflage fehlte er zum ersten Mal. Der erkrankte Hausherr schien bereits wieder auf dem Weg der Besserung, als er am Dienstag dann überraschend starb, berichtet "Die Kitzinger". bp

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