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Heroldsberg
Brand

Küche eines Mehrfamilienhauses stand plötzlich in hellen Flammen

In der Küche eines dreigeschossigen Mehrfamilienhauses in Heroldsberg ist am Donnerstagabend ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr rettete mehrere Personen aus dem verrauchten Gebäude, heißt es in ein...
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Weil das Treppenhaus verraucht war, kam bei der Personenrettung die Drehleiter zum Einsatz. Foto: S. Weber
Weil das Treppenhaus verraucht war, kam bei der Personenrettung die Drehleiter zum Einsatz. Foto: S. Weber

In der Küche eines dreigeschossigen Mehrfamilienhauses in Heroldsberg ist am Donnerstagabend ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr rettete mehrere Personen aus dem verrauchten Gebäude, heißt es in einem Pressebericht der Kreisbrandinspektion.

Die Feuerwehr Heroldsberg sowie der Inspektionsdienst wurden um 20.16 Uhr zum Küchenbrand in den Kirchenweg gerufen. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand die Küche im ersten Obergeschoss in Vollbrand. Ein Bewohner empfing die Feuerwehr mit dem Hinweis, dass noch eine Person in der Wohnung sei. Die Feuerwehr ging sofort mit insgesamt vier Atemschutzgeräteträgern ins Innere des Wohnhauses zur Personensuche. Parallel wurde die Drehleiter vor dem Gebäude in Stellung ge-bracht. Durch die starke Rauchentwicklung im Treppenhaus konnte sich eine Familie mit Kind aus dem zweiten Obergeschoss nicht mehr selbst ins Freie retten und wurde von der Feuerwehr über die Drehleiter zu Boden gebracht. Verletzt wurden das Kind und seine Eltern nicht.

Kommandant und Einsatzleiter Timo Bachhiesl ließ einen weiteren Rettungswagen sowie einen Notarzt nachalarmieren. In der Zwischenzeit wurde die vermisste Person in der Brandwohnung gefunden. Sie war glücklicherweise ansprechbar, musste jedoch vom Rettungsdienst versorgt werden und in ein nahe liegendes Krankenhaus eingeliefert werden. Insgesamt wurden drei Personen verletzt, zwei konnten jedoch vor Ort behandelt werden. Die Feuerwehr löschte den Brand in der Küche schnell und leitete danach eine Überdruckbelüftung ein, um das Gebäude zu rauchfrei zu bekommen. Die Polizei übernahm die Ermittlungen des Brandherganges, auch der Kriminaldauerdienst wurde hinzugerufen. Wie sich herausstellte, hatte sich Fett in einem Frittiertopf entzündet. Die 62-jährige Wohnungsinhaberin hatte versucht, den Brand mit einem Handtuch zu ersticken. Das Handtuch fing allerdings sofort Feuer, weshalb ihr Mann es aus der Fenster im ersten Stock warf. Danach versuchte er das Feuer mit einem Feuerlöscher zu löschen, was ebenfalls misslang. Er verließ die Wohnung, seine Ehefrau weigerte sich jedoch und musste von der Feuerwehr gerettet werden.

Die Feuerwehr Heroldsberg war mit knapp 40 Einsatzkräften vor Ort, ebenso Kreisbrandinspektor Stefan Brunner. Zwei Rettungswagen und ein Notarzt samt Einsatzleiter, Rettungsdienst sowie zwei Polizeistreifen waren vor Ort. Die Bewohner konnten in dieser Nacht nicht mehr in ihre Wohnungen zurück. Sie fanden bei Bekannten Unterschlupf. red

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