Kronach

Kronach ist sicher

Polizeichef Uwe Herrmann ist mit der Arbeit seiner Kollegen zufrieden. Und er weiß: Das Leben auf dem Land hat so seine Vorteile.
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Foto: pattilabelle/Fotolia Grafiken: Micho Haller Quelle: Polizeiinspektion Kronach
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Marco Meissner Der Landkreis Kronach ist ein sicheres Fleckchen auf der Deutschland-Karte. So sicher lebt man nur noch in den Landkreisen Würzburg und Fürth. Dieses Fazit einer Focus-Studie von 2014 zieht Kronachs Polizeichef Uwe Herrmann heran, wenn er über die Sicherheitslage in der heimischen Region spricht.

Das durfte er kürzlich in der Sitzung des Kronacher Stadtrats tun, wo die bundesweite Diskussion der vergangenen Monate Fragen aufgeworfen hatte. Der Landkreis ist ein sicheres Pflaster, aber wie ist es um die Kreisstadt selbst bestellt? Herrmann ging mit unserem Reporter ins Detail.

Nur 3710 Kriminalstraftaten auf 100 000 Einwohner hochgerechnet (die so genannte Häufigkeitszahl) sind ein herausragender Wert für den Kreis. Stehen Oberfranken (4499) und Bayern (4533) im deutschen Vergleich aufs Jahr 2017 bezogen schon gut da, bleibt der Landkreis Kronach noch deutlich unter deren Häufigkeitszahlen. Ein vermeintlicher Ausreißer scheint da die Bilanz der Kreisstadt zu sein (7011). Doch für Herrmann ist das erklärlich. Etwa 25 Prozent der Landkreisbevölkerung leben dort, es gibt mehr Läden und mehr Festivitäten als auf dem Land, daher sei ein Mehr an Diebstählen und Rohheitsdelikten (zum Beispiel Körperverletzung) eine logische Folge.

Gute Aufklärungsquote

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"Der Trend der letzten Jahre bei den Kriminalstraftaten ist ziemlich konstant", so Herrmann. "Die Aufklärungsquote ist sehr gut." 1186 Straftaten wurden 2017 in der Kreisstadt gemeldet, 76,5 Prozent aufgeklärt. Das ringt dem Polizeichef ein großes Lob für seine Kollegen ab. Und er unterstreicht: "Im Landkreis ist die Welt noch in Ordnung, in der Stadt Kronach lebt sich's relativ sicher!"

Im Stadtrat sieht man diese Entwicklung positiv. Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) ist der Polizei dankbar für ihre Arbeit. Zu den guten Zahlen trage ebenfalls bei, dass die Menschen in der Kreisstadt noch aufeinander schauen. Er stellt weiter fest, dass man sich auf diesen Zahlen nicht ausruhen dürfe.

Als "Garanten dafür, dass wir sicher leben können", sieht Stadtrat Markus Oesterlein (CSU) Uwe Herrmann und sein Team. Marina Schmitt (SPD) warnt davor, dass manchmal Ängste geschürt werden. "Ich freue mich daher, dass man Entwarnung geben kann." Dass sich die Zahl der Straftaten seit dem Jahr 2015 nicht erhöht habe, sei eine glückliche Situation.

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