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Kritik an der Alarmierung

Ein Dorn im Auge ist Udo Hoppe, Bereitschaftsleiter der BRK-Bereitschaft Froschgrund, dass bei Alarmierungen der Kategorie "B-3 Person" (Zimmerbrand mit Person in Gefahr) seit dem 21. August 2018 die ...
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Bei der Hauptversammlung der BRK-Bereitschaft Froschgrund wurden Yvonne Schüppler und John Markowitz (Dritter von rechts) ausgezeichnet. Respekt zollten (von links) Kreisbereitschaftsleiter Claus Weigand, Bürgermeister Marco Steiner, Bereitschaftsleiter Udo Hoppe und BRK-Kreisvorsitzender Siegfried Wölki. Foto: Martin Rebhan
Bei der Hauptversammlung der BRK-Bereitschaft Froschgrund wurden Yvonne Schüppler und John Markowitz (Dritter von rechts) ausgezeichnet. Respekt zollten (von links) Kreisbereitschaftsleiter Claus Weigand, Bürgermeister Marco Steiner, Bereitschaftsleiter Udo Hoppe und BRK-Kreisvorsitzender Siegfried Wölki. Foto: Martin Rebhan

Ein Dorn im Auge ist Udo Hoppe, Bereitschaftsleiter der BRK-Bereitschaft Froschgrund, dass bei Alarmierungen der Kategorie "B-3 Person" (Zimmerbrand mit Person in Gefahr) seit dem 21. August 2018 die örtlichen Sanitätsbereitschaften nicht mehr automatisch alarmiert werden, sondern nur noch der öffentlich-rechtliche Rettungsdienst. Der Verantwortliche vor Ort entscheide dann, ob die Bereitschaft zur Hilfeleistung hinzugezogen wird. "Das führt zu unnötigen Zeitverzögerungen und ist eine Demotivation für das Ehrenamt", kritisierte Hoppe bei der Hauptversammlung. "Wie sollen wir Nachwuchs gewinnen, wenn uns alles entzogen wird?"

Erfreut zeigte sich der Bereitschaftsleiter darüber, dass man derzeit auf 53 Mitglieder und damit eines mehr als vor einem Jahr zählen darf. Hoppe berichtete von 6004 Dienststunden im letzten Jahr. Neben den "sonstigen" Einsätzen mit 1768 Stunden schlugen vor allem der Sanitätsdienst ( 1248 Stunden), die Aus- und Weiterbildung (1230 Stunden) und die Mittelbeschaffung (1158 Stunden) zu Buche. Zum Thema "Mittelbeschaffung" zeigte Hoppe das Dilemma auf, in dem sich die Bereitschaften befinden: Sie müssen sich selbst finanzieren, um helfen zu können.

Yvonne Schüppler berichtete von den Aktivitäten der Schnelleinsatzgruppe "Betreuungsdienst Coburg-Land". Zu drei Einsatzlagen wurden die Helfer alarmiert. Dass man hier weniger gebraucht wurde, führte sie vor allem auf die von Udo Hoppe angesprochene Neuregelung der Alarmierung zurück. Auch im Bereich der sozialen Dienste waren die Helfer aus dem Froschgrund aktiv. So beteiligte man sich am "Rödentaler Senioren-Konzept" und stellte den Hausnotruf für Rödental und im Bedarfsfall für Coburg und Umgebung sicher. Yvonne Schüppler berichtete hier von 70 Einsätzen.

Dass die Bereitschaft Froschgrund über eine sehr agile und hochmotivierte 14-köpfige Jugendgruppe verfügt, war dem Bericht von Romina Triebner zu entnehmen.

Eine besondere Freude war es für Udo Hoppe, Yvonne Schüppler nach bestandenen Prüfungen zur Gruppenleiterin zu befördern. Mit der Ehrenurkunde für besondere Verdienste im Rettungsdienst wurde John Markowitz ausgezeichnet. mr



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