Ebern

Krippenschau mit Weitblick

Der Bauausschuss des Eberner Stadtrats sah sich im Kindergarten "Regenbogen" um. Das große Projekt steht an.
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Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) und der Hofheimer Architekt Jürgen Bergmann (von rechts) zeigten dem Bauausschuss den Fortschritt der Umbauarbeiten im städtischen Kindergarten "Regenbogen". Fotos: Eckehard Kiesewetter
Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) und der Hofheimer Architekt Jürgen Bergmann (von rechts) zeigten dem Bauausschuss den Fortschritt der Umbauarbeiten im städtischen Kindergarten "Regenbogen". Fotos: Eckehard Kiesewetter
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Eckehard Kiesewetter Im und am Kindergarten "Regenbogen" rumort's. Nicht weil die Kinder lauter als sonst wären, sondern weil sich dort seit einigen Tagen Bauarbeiter breitgemacht haben. Der Fußweg am Friedrich-Fröbel-Weg ist für Baggerarbeiten im Außenbereich gesperrt und im Inneren haben in den letzten Wochen Abbrucharbeiten begonnen. Die "Käfer" sind deshalb ausgeflogen und haben sich einen Ersatzraum in der Turnhalle eingerichtet. Der Gruppenraum, der bislang von den Kindergartenkindern genutzt war, wird für den Bedarf von Krippen-, also kleineren Kindern umgebaut.

Architekt Jürgen Bergmann, den der Stadtrat im vergangenen Jahr mit der Planung der Umbauten beauftragt hatte, zeigte dem Bauausschuss bei dessen Sitzung am Mittwochabend die ersten Fortschritte der Arbeiten, erklärte Durchbrüche und bauliche Veränderungen. Ein Raum an der nordwestlichen Gebäudeseite, der bisher den Eltern als Wartezimmer vorbehalten war, wird zum Ruheraum umgestaltet und dort, wo bislang eine Küchennische zu finden war, wird ein Wickelraum eingerichtet. In einen der Gruppenräume wird ein Sanitärbereich integriert.

Durch den Umbau erreiche man, dass die beiden Krippengruppen nahe beieinander zu finden sind, die Eltern müssen dagegen in einen der ehemaligen Lagerräume umziehen. Als Ersatz dafür und für die Außenspielgeräte werden am anderen Ende des Kindergartengebäudes neue Stauräume geschaffen. Die Kosten für den Umbau beziffert Bauamtsleiter Martin Lang auf gut 150 000 Euro.

Architekt und Stadt hoffen, die gesamte Baumaßnahme bis zum Beginn des neuen Kindergartenjahres über die Bühne gebracht zu haben. Dazu müssen allerdings die beauftragten Handwerksfirmen mitspielen, wie Bergmann sagte. Ein Betrieb habe ihn bereits vertröstet.

Blick nach draußen

Die Knetzgauer Baufirma, die mit den Außenarbeiten betraut ist, kommt derweil zügig voran. Die Außenarbeiten - unter anderem wird im Eingangsbereich eine Bodenplatte für einen Holzständerbau für den Kinderwagenabstellplatz geschaffen - sollen in sechs bis acht Wochen abgeschlossen sein, erfuhr Manfred Fausten auf Anfrage.

Kindergartenleiter Stefan Reinwand, der den Ausschuss zum Besichtigungstermin im Kindergarten empfing, holte sich von Bürgermeister Jürgen Hennemann die Zusicherung ein, dass es auch im Gartenbereich Veränderungen nach den Bedürfnissen der Krippenkinder geben werde.

Die "Füchse" in der Mozartstraße haben's schlau erwischt, denn sie bleiben zunächst einmal von Baustellenlärm verschont. Füchse, das ist jene Gruppe des Kindergartens Regenbogen, die aktuell in der ehemaligen Berufsschule untergebracht ist, sozusagen der Außenposten.

Das große Projekt folgt

Doch auch dort werden bald die Bagger und Baufahrzeuge anrücken, denn die Stadt hat Großes vor: den Neubau einer Kita, die zwei Kindergartengruppen mit 50 und zwei Krippengruppen mit 24 Plätzen beherbergen wird - Raum für eine mögliche Erweiterung um drei zusätzliche Gruppen inklusive. Damit will die Stadt den Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen "auf lange Sicht zu 100 Prozent abdecken", so Hennemann.

Aktuell geht es dort noch ruhig zu. Und doch haben auch am ehemaligen Werkstattgebäude an der Nordseite der Berufsschule Arbeiten begonnen. Der Abbruch des barackenartigen Gebäudes, den der Landkreis Haßberge als bisheriger Inhaber finanziert, geschieht zunächst weitgehend in Handarbeit. Mitarbeiter einer Abbruchfirma aus Rottendorf tragen die asbesthaltigen Teile in Sicherheitskleidung und mit Atemschutz ab. Das Werkstattgebäude weicht dem Kindergartenneubau.

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