Siedlung

Krippenplätze bleiben im Trend

Die zweigruppige Übergangslösung mit 24 Plätzen ist in Betrieb gegangen. Sie befindet sich in den aktuell ungenutzten Räumlichkeiten des Senioren- und Pflegeheims in der Tilsiter Straße.
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Eine neue Übergangskrippe gibt es in der Stadt Kulmbach. Unser Symbolbild entstand in einer bestehenden Krippen-Einrichtung im Landkreis Bamberg.  Foto: Archiv/Carmen Schwind
Eine neue Übergangskrippe gibt es in der Stadt Kulmbach. Unser Symbolbild entstand in einer bestehenden Krippen-Einrichtung im Landkreis Bamberg. Foto: Archiv/Carmen Schwind

Auf den steigenden Bedarf an Krippenplätzen reagierten Die Kita gGmbH und die Stadt Kulmbach mit der Eröffnung einer neuen Übergangskrippe. "Im Frühjahr 2019 musste die hohe Nachfrage nach Krippenplätzen teilweise mit Überbelegungen in den vorhandenen Einrichtungen befriedigt werden", erklärte OB Henry Schramm bei der offiziellen Eröffnung am Donnerstagvormittag.

Die Kita gGmbH habe daraufhin den Vorschlag entwickelt, eine zweigruppige Übergangslösung mit 24 Plätzen in den aktuell ungenutzten Räumlichkeiten des Senioren- und Pflegeheims in der Tilsiter Straße zu schaffen. "Hier werden zehn Kinder seit dem 4. November betreut", sagte der OB. Den Eltern von 16 Kindern seien bislang Zusagen erteilt worden, und bis zum Sommer kämen kontinuierlich neue Kinder bis zur Erreichung der Kapazitätsgrenze hinzu.

"Wir haben aktuell noch sieben freie Plätze zum Sommer 2020 zu vergeben", erklärte Elke Wuthe, Fachbereichsleitung von Die Kita. Eltern, die sich für einen Platz in dieser neuen Kinderkrippe des evangelischen Kindergartens Kreuzkirche interessieren, sollten sich bei ihr persönlich melden. "Für das neue Kindergartenjahr ab September läuft dann ganz normal unsere Anmeldewoche Anfang Februar." Die Leitung der neuen Übergangskrippe hat Kerstin Binger übernommen.

Helle, große Räume

Die zwei Gruppen verfügen jeweils über einen Schlafraum, einen Gruppenraum mit Wickelraum und Toilette, und es gibt ein Personalzimmer sowie ein Büro. Die hellen, großen Räumlichkeiten wurden mit Liebe eingerichtet, und es ist alles vorhanden, was eine professionelle Kleinkinderbetreuung erfordert. "Wir haben alles so geplant und umgestaltet, dass die Kinder sich wohlfühlen", sagte Elke Wuthe, "man kann mit guter Zusammenarbeit, dem nötigen Willen und Liebe sehr viel erreichen."

Sie bedankte sich beim Altenheim, der Kommune und der Aufsichtsbehörde für die unkomplizierte Kooperation, ein Punkt, den auch Dekan Thomas Kretschmar aufgriff: "Wir wollen etwas für die Kinder in der Stadt tun, und wenn alle zusammenhelfen, kann unproblematisch etwas Neues entstehen", sagte er. Die Diakonie stellte die Räume zur Verfügung, Die Kita kümmerte sich um die Organisation, die Stadt Kulmbach stellte die Mittel bereit.

Dass es sich allerdings nur um eine Übergangslösung handelt, betonte OB Henry Schramm. "Die Baupläne für einen Neubau sind bereits auf den Weg gebracht", erklärte er.

Hohe Betreuungsquote

Die Stadt Kulmbach hätte versucht, ihre Hausaufgaben zu machen, und jungen Familien hilfreich zur Seite zu stehen. "Die Zeit hat sich verändert, vieles ist teurer geworden", sagte er. "Wir lieben unsere Kinder und wollen sie gut aufgehoben wissen." Und das sei in der neuen Übergangskrippe durch kompetentes und herzliches Personal gegeben, wie die anwesenden Eltern betonten.

In Kulmbach wurden zu Beginn des neuen Kindergartenjahres im September 213 Kinder unter drei Jahren betreut. Damit erreicht Kulmbach im bayernweiten Vergleich eine überdurchschnittlich hohe Betreuungsquote von fast 49 Prozent aller im Stadtgebiet wohnhaften Kinder unter drei Jahren. Der bayerische Durchschnitt liegt bei 37 Prozent.

1081 Kinder werden in 22 verschiedenen Kindertagesstätten im Stadtgebiet Kulmbach betreut. Für das Jahr 2019 wurden dafür seitens der Stadt Kulmbach 8 192 707 Euro an die Träger der Einrichtungen ausbezahlt, für 2020 sind 8,5 Millionen Euro veranschlagt.

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