Höchstadt a. d. Aisch

Krippenkunst in der ganzen Stadt

In der Sparkasse in Höchstadt sind Krippen zu bewundern, die Kinder in einem Kurs der Kolpingsfamilie gebaut haben. Weitere Exemplare verschiedenster Ausführungen sind in den Läden der Innenstadt zu sehen.
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Johanna (von links), Lukas und Nora, die ihre Schwester Vera vertrat, platzierten ihre Krippen in der Sparkasse.  Foto: Waltraud Enkert
Johanna (von links), Lukas und Nora, die ihre Schwester Vera vertrat, platzierten ihre Krippen in der Sparkasse. Foto: Waltraud Enkert
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An 17 Stationen in Geschäften der Höchstadter Innenstadt können in diesem Jahr Krippen bewundert werden. Veranstalter der Ausstellung sind der HGV (Höchstadter Gewerbeverein) und die Kolpingsfamilie.

Die Krippen gehören Privatpersonen, die sie für die Ausstellung zur Verfügung stellen. Wer die Krippen besucht, kann außerdem einen Preis gewinnen. Alexander Schulz, Vorsitzender des HGV und bei Kolping für Krippen zuständig, erklärte, wie es funktioniert: Bei den einzelnen Krippen kann man Buchstaben sammeln. Daraus ergibt sich ein Lösungswort. Die Verlosung findet dann am 15. Dezember um 17 Uhr auf der Bühne des Höchstadter Weihnachtsmarktes statt. Verlost werden Preise, die die Geschäftsleute zur Verfügung gestellt haben, in deren Läden die Krippen standen.

Eine Station ist jedenfalls schon bestückt: im Foyer der Sparkasse in Höchstadt. Dort sind bis Weihnachten Kinderkrippen zu sehen. Die Buben und Mädchen waren gestern persönlich in die Sparkasse gekommen, um ihr Werk auf dem Tisch vor dem Christbaum abzustellen.

Krippenbaukurs

Entstanden sind die Krippen in einem Krippenbaukurs der Kolpingsfamilie Höchstadt. Unter deren Dach hat sich vor einigen Jahren eine Gruppe von Krippenfreunden gefunden, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, im Rahmen von Kursen Interessierte in die Geheimnisse des Krippenbaus einzuweihen.

Seit vier Jahren hat sich das Angebot um einen speziellen Krippenbaukurs für Kinder und Jugendliche erweitert. "Die Begeisterung in den letzten Jahren war so groß, dass wir nicht lange überlegen mussten und auch dieses Jahr gerne wieder einen Tageskurs organisiert haben", berichtet Alexander Schulz, Mitglied im Vorstand der Kolpingsfamilie Höchstadt.

Im Werkraum der Ritter-von-Spix-Schule konnten die zehn Kinder und Jugendlichen im Alter von fünf bis 14 Jahren aktiv werden. Unter fachkundiger Anleitung von Wolfgang Giering aus Höchstadt, der die Bausätze im fränkischen Stil vorbereitet hatte, und Alexander Schulz sägten, schliffen und klebten die jungen Handwerker um die Wette.

Die kleinen Kunstwerke, die dabei herauskamen, beeindruckten nicht nur die Eltern. "Es ist einfach prima zuzusehen, mit welcher Freude die Kinder ans Werk gehen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen", war Schulz sichtlich zufrieden mit der Aktion.

Jedes Teil ein Einzelstück

Trotz gleichen Bausatzes haben die Kinder jeder Krippe ihre individuelle Note verliehen. Wie unterschiedlich die Werke schließlich geworden sind durch die Farbwahl, den Einsatz unterschiedlichster Materialien für die Wandverkleidung und die abwechslungsreiche Dach- und Landschaftsgestaltung, davon können sich die Besucher der Krippenausstellung überzeugen. ew/red

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