Kronach

Krippe im XXL-Format

Eine der größten Krippen-Landschaften im Landkreis findet sich alljährlich in der Pausenhalle der Petra-Döring-Schule. Der Aufbau dauerte sieben Schultage.
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Schüler der Berufs- und Mittelstufe bauten zusammen mit Tom Sauer die Krippen-Landschaft in der Petra-Döring-Schule auf.  Foto: Heike Schülein
Schüler der Berufs- und Mittelstufe bauten zusammen mit Tom Sauer die Krippen-Landschaft in der Petra-Döring-Schule auf. Foto: Heike Schülein

Das Land Israel: im vorderen Bereich ist Nazareth zu sehen, im hinteren die kleine Stadt Betlehem. Die Hirten auf den verschiedenen Feldern stehen bei ihren Schafen. Sie begegnen Engeln, von Gott geschickt. Die Botschaft heißt: Habt keine Angst, fürchtet euch nicht!

Es ist ein überwältigender, einzigartiger Anblick, der sich dem Betrachter angesichts der vielen Details und Einzelszenen derzeit in der Petra-Döring-Schule bietet. Seit dem 1. Advent ziert hier eine riesige Krippe mit einem Ausmaß von mehreren Metern und einem Gesamtgewicht von 800 Kilogramm die Pausenhalle der Schule. Erbaut wurde die Krippe von den Schülern der Berufs- und Mittelstufe zusammen mit Tom Sauer.

Bestandteile der Krippe, die das Weihnachtsgeschehen im XXL-Format darstellt, sind insbesondere Naturmaterialien. "Die Schüler haben gesammelt, was sie in der Natur so fanden. Wir haben alles verwendet", erklärt Tom Sauer. So finden sich in der Krippe jede Menge Tannengrün, kleine Äste, Steine, Kastanien oder Moos. Zudem wurden kleine Tier- und Menschenfiguren aufgestellt wie auch Häuser, die von den Schülern in den letzten zehn Jahren hergestellt wurden. Gleiches gilt auch für die Tonfiguren, die bereits über 40 Jahre alt sind.

Das meiste davon hat Tom Sauer unters Jahr in seinem Haus "Lichtzeichen" in Weißenbrunn gelagert. In vier Ladungen fuhr er es mit seinem bis unters Dach vollgepackten Tour-Mobil - ein VW-Bus-Transporter - in die Lebenshilfe. Sieben Schultage hat es schließlich gedauert, bis alles an seinem richtigen Platz stand. "Ich habe vorher lediglich ein Grundgerüst in meinem Kopf. Was dabei herauskommt, ergibt sich beim Aufbau", erzählt der heilpädagogische Förderlehrer. Den zentralen Gedanken bilde dabei alljährlich die Bedeutung des Advents als Zeit des Hinführens auf Weihnachten; möchte man doch damit versuchen, im Haus den adventlichen Gedanken "Ankommen" erfahrbar und erlebbar zu machen. Seit 1997 wird die Krippenlandschaft alljährlich in der Pausenhalle für das ganze Haus aufgebaut, um sich hier zu begegnen und gemeinsam auf Weihnachten einzustimmen. Im Laufe der Jahre ist die Krippenlandschaft immer größer und schöner geworden.

In feierlich-stimmungsvoller Atmosphäre findet an allen vier Freitagen im Advent in der bis auf die Beleuchtung völlig abgedunkelten Pausenhalle ein gemeinsames Adventssingen statt. Hierzu kommen Kinder und Jugendliche der Schule, des Heilpädagogischen Kindergartens und Tagesstätte zusammen. Beim gemeinsamen Beisammensein erzählt Tom Sauer Geschichten rund um die Geschehnisse vor über 2000 Jahren und bringt damit seine Freude über die Geburt Jesu zum Ausdruck. Dabei stimmt er auch immer wieder mit den Jungen und Mädchen fröhliche Adventslieder an, um diesen durch das gemeinsame Singen ein besonderes Gefühl der Geborgenheit und Vorfreude zum Geburtstagsfest Gottes zu geben. hs

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