Kronach

Kriegsopfer in Kronach

Der Journalist und Fotograf Till Mayer porträtiert in "Barriere:Zonen" Menschen, deren Schicksal ein Konflikt prägt oder bestimmt hat. Die Ausstellung ist bis zum 17. April zu sehen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bilder wie diese sind in der Ausstellung zu sehen.  Foto: pr
Bilder wie diese sind in der Ausstellung zu sehen. Foto: pr

Konflikte und Kriege hinterlassen körperlich und seelisch Versehrte. Sie rauben Leben, Zukunft und Hoffnung. Manche der Kriege sind seit Jahrzehnten vorbei; andere fordern noch immer neue Opfer.

In der Ausstellung "Barriere:Zonen", die bis 17. April von Dienstag bis Sonntag jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet hat, porträtiert der Journalist und Fotograf Till Mayer Kriegsopfer. "Sie alle fordern Respekt ein", Till Mayer. Er bereiste zahlreiche Kriegs- und Krisenländer sowie Katastrophengebiete Afrikas, Asiens und Europas. Seine Aufgabe als Informationsdelegierter des Internationalen beziehungsweise Deutschen Roten Kreuzes führte ihn dabei unter anderem auf den Balkan, in die Türkei, nach Sri Lanka, in den Irak und den Iran. Der Autor der Ausstellung berichtet seit vielen Jahren über Menschen mit Behinderung in Konflikten und Kriegen. Viele der in der Ausstellung Porträtierten wurden von Handicap International unterstützt.

Medienpreis für "Barriere:Zonen”

Für sein Ausstellungsprojekt erhielt Till Mayer den Coburger Medienpreis 2015. Bereits zum fünften Mal wurde der Preis durch den Medienclub Coburg in den Kategorien "Nachwuchs", "Schöpfung" und "Wellenschläger" verliehen. Neben journalistischen Arbeiten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum waren unter den über 100 Bewerbungen auch Beiträge aus der Kreativwirtschaft. Es war das dritte Mal, dass Till Mayer mit dem Coburger Medienpreis ausgezeichnet wurde. Mit seinem Projekt, das die Thematik "Menschen mit Behinderung und Krieg” in den Fokus stellt, gewann er damals in der Kategorie "Wellenschläger regional". Sein Preisgeld hat er jedes Mal gespendet.

Rahmenprogramm

Das Rahmenprogramm umfasst am 11. April eine Lesung von Kristin Helberg aus ihrem aktuellen Buch "Syrien-Krieg, Lösung eines Weltkonflikts".

Am 6. April wird Habtom Tesfays aus Eritrea gemeinsam mit Freunden eritreische Musik lebendig werden lassen. Auch traditionelle Musikinstrumente wie die Krar erklingen an diesem Abend.

Mohammed Weaz, Bassam Weaz und Hassan Zallam machten schon in Syrien gemeinsam Musik und spielten auf großen Festen wie Hochzeiten und in Diskotheken. Am 13. April werden sie auf traditionellen Instrumenten wie der Derbakkeh und der Oorg den Orient nach Kronach holen.

Die Veranstaltungen des Rahmenprogramms beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Weitere Infos zu der Ausstellung gibt es auf barriere-zonen.org sowie über die Flüchtlingshilfe unter fh-lkrkc.com oder bei Maria Gerstner im KAB-Büro (Telefon: 09261/52015).

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren