Tüchersfeld

Krieg aus Sicht einer Frau

Im Fränkische-Schweiz-Museum in Tüchersfeld ist am Freitag Katharina Röther zu Gast. In ihrem Solo-Theaterstück schildert sie das Leben einer Frau im Dreißigjährigen Krieg.
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Am Freitag, 13. Juli, gastiert Katharina Röther um 19.30 Uhr mit dem Solotheaterstück "Die wunderseltsame Lebensbeschreibung der Courasche" nach Grimmelshausen im Fränkische-Schweiz-Museum in Tüchersfeld.
Die Courasche? Kennen wir die nicht von Brecht? Ja, schon, aber: Es ist alles nur geklaut! Ihr eigentlicher Schöpfer ist Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen. Der schuf im 17. Jahrhundert mit der "Courasche" nicht nur die erste Ich-Erzählerin der deutschen Literatur, sondern auch ein echtes Rabenaas.


Derb und schonungslos

Ehrlich, derb und schonungslos plaudert sie aus ihrem wechselvollen Leben: Wie sie sich zum Schutz vor anrückenden Truppen als Mann verkleidet, dann in die Wirren des Dreißigjährigen Krieges gerät und sich schließlich als Landstreicherin, Soldatenfrau, Marketenderin, Zigeunerin und Hure durchs Leben schlägt.
Dies tut sie aller Not und Gewalt zum Trotz mit unerschütterlichem Humor. Der Krieg wird auf den Schlachtfeldern ebenso ausgefochten wie in den Betten. Ihrem Degen wie ihrer fleischlichen Begierde fällt dabei mancher Mann zum Opfer. "Überleben und genießen" heißt das Motto.
Katharina Röther hat den "Schelmenroman" aus dem 17. Jahrhundert als Theatersolo für die Bühne bearbeitet.


Erfolgreiche Sonderausstellung

Das Solotheaterstück ist Teil des umfangreichen Begleitprogrammes zur erfolgreichen Sonderausstellung "Söldner, Schrecken, Seuchen. Franken und Böhmen im Dreißigjährigen Krieg" des Fränkische-Schweiz-Museums.
Im Vorverkauf kosten die Karten zwölf Euro und an der Abendkasse 14 Euro. Die Karten können entweder unter Telefon 09242/7417090 oder per E-Mail info@fsmt.de bestellt werden.  
Das Fränkische-Schweiz-Museum Tüchersfeld bei Pottenstein besteht seit 1985 und ist Mitglied des Museumsverbundes "Museen der Fränkischen Schweiz". In seinen zahlreichen Räumen präsentiert das Museum Dauerausstellungen zu Themen wie Erdgeschichte, Archäologie, Landwirtschaft, Geschichte, Volksfrömmigkeit, Trachten und Handwerk. Eine Besonderheit ist die originale Synagoge aus dem 18. Jahrhundert. Jedes Jahr ergänzt das Museum seine Ausstellungen durch zwei Sonderausstellungen und ein umfangreiches Begleitprogramm. red


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