Wallenfels

Kreuz wird seit 1919 gepflegt

Mit einer Maiandacht wurde das 100. Stiftungsjubiläum des Neumühlkreuzes gefeiert.Das Kleinod steht auf der Höhe zwischen Schloßberg und Höppelesberg nahe Wallenfels.
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Christine Weiß (Zweite von links) informierte über die Geschichte des Kreuzes. Foto: Susanne Deuerling
Christine Weiß (Zweite von links) informierte über die Geschichte des Kreuzes. Foto: Susanne Deuerling

Susanne Deuerling Wallenfels — Den Anlass weiß heute keiner mehr, aber es muss ein einschneidendes Ereignis gewesen sein, das am 13. April 1919 den früheren Mühlenbesitzer Andreas Weiß veranlasste, ein Feldkreuz zu stiften. Auf der Höhe zwischen Schloßberg und Höppelesberg ließ er das Kreuz aufstellen. Noch heute ist es im Eigentum der Familie Weiß von der Neumühle und so informierte Christine Weiß bei der kürzlich abgehaltenen Maiandacht über die Geschichte des Kleinodes auf den Höhen um Wallenfels.

Immer wieder renoviert

Viele Wallenfelser waren in diesen 100 Jahren an der Instandhaltung des Kreuzes beteiligt. Von ihrem großen Engagement erzählt das Kreuz noch heute. 1930 veranlasste Agnes Köhlmann eine Renovierung und am 13. April 1930 wurde es durch Pfarrer Heinrich Wetz wieder eingeweiht. 1946 erneuerte Friedbert Schramm aus Dankbarkeit nach seiner glücklichen Heimkehr aus Krieg und Gefangenschaft den Holzsockel und den Holzanstrich.

Bis heute erfolgten viele Neuerungen und Reparaturen. So wurden im Februar 1957 die Kreuzschaft und das Vordach vom Schreiner Friedb. Schramm neu gefertigt, den Holzsockel gegen einen Betonsockel tauschte Friedl Stöcker aus und Birken rechts und links des Kreuzes wurden von Georg Stöcker angepflanzt.

Im Jahr 1974 erfolgte eine weitere Instandsetzung des Neumühlkreuzes auf Veranlassung der beiden Schwestern Kuni Schmittnägel und Anna Schauer durch den Schreiner Andreas Krüglein und Fläschner Elmar Schlee. 2011 wurde das Kreuz durch Schneebruch beschädigt. Auch hier war gleich Hilfe zur Stelle. Steffen Gleich aus Nordhalben sorgte für die nötigen Reparaturen.

Der Wallenfelser Ehrenbürger Friedl Stöcker kümmerte sich bis zu seinem Tod 2014 um das Kreuz. Eine Aufgabe, die seine Tochter Hedwig Totzauer mittlerweile übernommen hat. Christine Weiß bedankte sich im Namen der Neumühler herzlich für dieses Engagement

Nach den interessanten Ausführungen zu diesem Kleinod auf den Höhen der Stadt Wallenfels hatten sich bei strahlenden Sonnenschein zahlreiche Pfarrangehörige beim Neumühlkreuz versammelt, um zusammen mit Pater Jan Poja zum 100. Jahrestag der Stiftung der Gottesmutter Maria und dem gekreuzigten Jesus die Ehre zu erweisen. Für den Fahrdienst sorgte die Freiwillige Feuerwehr Wallenfels. Interessant ist, dass das sogenannte Neumühlkreuz nicht, wie der Name vermuten lassen könnte, bei der Neumühle liegt. Vielmehr hat es seinen Namen vom seinem Stifter, dem Mühlbesitzer Andreas Weiß aus Neumühle. Finden kann man das Wegkreuz zum Beispiel, indem man den Wallenfelser Kapellenweg geht. Auf der Strecke zwischen Schloßkapelle und Höhkapelle steht das Neumühlkreuz gut sichtbar am rechten Wegrand von zwei Birken flankiert.

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