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Kreisverkehrswacht mit vielfältigen Angeboten

Die Kreisverkehrswacht Coburg trägt mit ihren vielfältigen Aktivitäten zur Verkehrssicherheit bei. Dies wurde bei der Hauptversammlung im Sitzungssaal des Landratsamtes deutlich. Vorsitzender Udo Skrz...
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Die Kreisverkehrswacht Coburg trägt mit ihren vielfältigen Aktivitäten zur Verkehrssicherheit bei. Dies wurde bei der Hauptversammlung im Sitzungssaal des Landratsamtes deutlich. Vorsitzender Udo Skrzypcak ging auf die verschiedenen Aktionen der Coburger Kreisverkehrswacht ein und nannte die Verteilung der reflektierenden Überwürfe, die an rund 600 Schulanfänger in Stadt und Landkreis verteilt wurden. "Die reflektierenden Überwürfe tragen erheblich zur Sicherheit bei." Nur mit Hilfe von Sponsoren sei das möglich gewesen, betonte der Vorsitzende.

Skrzypcak zeigte sich besonders erfreut darüber, dass man auch im Elementarbereich wieder tätig ist. So engagiert sich künftig Franziska Ruby, eine ehemalige Verkehrskadettin, bei der Arbeit mit Kindergartenkindern und deren Eltern sowie Erziehern. "Die Verkehrskadetten sind ein Aushängeschild der Kreisverkehrswacht", sagte der Vorsitzende. Der Umstieg auf die Uniformen sei abgeschlossen. Man arbeite aber ständig an einer Verbesserung der Ausstattung, zurzeit würden Poloshirts und Sweat-Pullis beschafft.

Datenschutz erschwert Arbeit

Zur Kernkompetenz der Verkehrswacht gehört aber auch die Durchführung von Fahrsicherheitstrainings, diese fänden auf dem Parkplatz der Firma Kaeser statt. Dieses Training richte sich an Fahranfänger, junge Kraftfahrer bis zum 25. Lebensjahr, aber auch an erfahrene Kraftfahrer. Leider erschwert es Skrzypcak zufolge die neue Datenschutzverordnung, gezielt Fahranfänger auf dieses Angebot hinzuweisen, da deren Adressen nicht mehr weitergegeben werden dürfen.

Wie er sagte, habe der Koordinator für Fahrsicherheitstrainings, Tobias Rothaug, zusammen mit vielen Moderatoren im vergangenen Jahr 50 Kurse unter dem Motto "Könner durch Erfahrung" angeboten. Insgesamt hätten daran 150 junge Fahrer teilgenommen und seien für eine sichere Fahrt im Straßenverkehr fit gemacht worden.

Unter dem Motto "Sicher unterwegs" fand schließlich auch ein Fahrsicherheitstraining für Senioren statt. Es entwickele sich zu einem Dauerbrenner, wie der Vorsitzende feststellte, denn im vergangenen Jahr hätten die Koordinatoren Josef Wanko, Siegfried Schmidt und Werner Tetschsei in 40 Kursen 216 Teilnehmern wertvolle Tipps für das Verhalten im Verkehr gegeben. "Leider nehmen die Unfallzahlen von Pedelec-Fahrern, gerade unter Senioren, zu. Deshalb wurden von der Verkehrswacht wieder Kurse, die von Moderator Siegfried Schmidt gehalten wurden, organisiert", sagte Skrzypcak. Hier sei nach wie vor "Luft nach oben". Speziell für Nutzer von Rollatoren werde Fahrsicherheitsmoderator Josef Wanko zusammen mit den Fachstellen Infoveranstaltungen für Senioren im Umgang mit ihrer Gehhilfe anbieten.

Ein Highlight im vergangenen Jahr war laut Skrzypcak die Motorrad-Sternfahrt in Kulmbach.

An zehn Standorten hat die Kreisverkehrswacht Großflächenplakate platziert, die alle acht Wochen ausgetauscht werden. In diesem Jahr will man im Stadtgebiet neue Plakatträger aufstellen, die das Auswechseln der Plakate wesentlich erleichtern werden. Hierfür wurde eine Investition von mehreren 1000 Euro getätigt.

Jugendgruppe aktiv

Udo Skrzypcak beklagte die aufwendigen Abrechnungsformalitäten, um Fördergelder der Landes- und Deutschen Verkehrswacht zu erhalten. Er ging außerdem auf die oberfränkische Unfallstatistik ein. Demnach sei eine leicht sinkende Zahl von Verkehrsunfällen und Verletzten festzustellen. Die Unfälle seien überwiegend auf Landstraßen und außerhalb geschlossener Ortschaften passiert. Die Hauptunfallursache sei die Überschreitung der zulässigen oder nicht angepasste Geschwindigkeit sowie Alkoholkonsum vor der Fahrt gewesen.

Louis Münster von der Jugendgruppe, den Verkehrskadetten, konnte von 74 Mitgliedern berichten. Bei verschiedenen Veranstaltungen waren die Verkehrskadetten vertreten und sorgten für Sicherheit. Das Highlight sei im vergangenen Jahr die Feier zum 20. Geburtstag der Verkehrskadetten gewesen. Insgesamt habe man 5779 Stunden geleistet.

Im vergangenen Jahr waren die Verkehrserzieher an vier Schulen unterwegs, wie Volker Mönch berichtete. Dabei wurden jeweils altersgerecht verschiedene Gefahren im Straßenverkehr verdeutlicht und das richtige Verhalten vertieft. An fünf Mittelschulen wurde Schülerlotsenausbildung durchgeführt.

Stolz sind die Verkehrserzieher auf Patrick Müller von der Mittelschule Untersiemau und auf Simon Eisenwiener von der Mittelschule Ebersdorf, die am Bezirkswettbewerb teilnehmen durften und dort einen 4. Platz belegten. Des Weiteren nahmen die Verkehrserzieher bei 1005 Schülern die Fahrradprüfung ab. Dabei konnte ein leichtes Plus nach oben verzeichnet werden.

Der neue Direktor der Polizeiinspektion, Ralf Neumüller, stellte sich mit einem Vortrag über die Unfallzahlen in Coburg und im Inspektionsbereich Coburg bei der Verkehrswacht vor. Demnach sei im Inspektionsbereich mit 2528 Unfällen eine steigende Zahl zu beklagen. Allerdings sei die Anzahl der Verletzten leicht auf 361 zurückgegeben.

Die Unfallursachen

Hauptunfallursache seien der ungenügende Sicherheitsabstand und Fehler beim Abbiegen oder Wenden sowie beim Rückwärtsfahren gewesen. Aber auch die Missachtung der Vorfahrt oder falsche Straßenbenutzung waren neben überhöhter oder nicht angepasster Geschwindigkeit sowie Alkoholeinfluss die Hauptursachen von Unfällen. Er ging auf den Demokratischen Wandel und die Assistenzsysteme im Auto, die das Fahren erleichtern können, ein. Diese aber könnten den Fahrer in den nächsten Jahren nicht ersetzen.

Marina Straubel wurde zur neuen Kassenprüferin gewählt. Michael Stelzner

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