Wiesenttal
Strassenbau

Kreisverkehr auf der Dooser Kreuzung wird bis 2025 zurückgestellt

Der Kreistiefbau-Chef Dieter Els besprach mit dem Marktgemeinderat Wiesenttal die anstehenden Unterhalts- und Ausbaumaßnahmen der Kreisstraßen im Gemeindebezirk. Ab Mitte Juli erneuert der Kreis die F...
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Der Kreistiefbau-Chef Dieter Els besprach mit dem Marktgemeinderat Wiesenttal die anstehenden Unterhalts- und Ausbaumaßnahmen der Kreisstraßen im Gemeindebezirk.

Ab Mitte Juli erneuert der Kreis die Fahrbahndecke am Lindenberg in Muggendorf; insbesondere die Einmündung wird verbessert. In Wohlmannsgesees ist erst die Gemeinde am Zug und wird den Kanal austauschen. Das Gewerk ist vergeben und Baubeginn soll noch Ende Mai sein. Ab Ende August wird dann im Auftrag des Kreises die Fahrbahn der Kreisstraße FO 34 erneuert; im November soll die Feindecke aufgebracht werden. In der Ortsmitte soll das Sickerbecken auf den tiefsten Geländepunkt verlegt werden, um Überschwemmungen in privaten Zufahrten zu vermeiden. "Schön, dass beides heuer über die Bühne gehen kann", freute sich Els.

Bis 2025 zurückgestellt ist der gewünschte Kreisverkehr auf der Jurahöhe an der Kreuzung der FO 35 mit der FO 39, die sogenannte Dooser Kreuzung. Das Gelände dafür ist bereits erworben.

Der Ausbau der FO 39 zwischen der Staatsstraße 2186 bei Gößmannsberg und dem Ortsteil Albertshof ist in das erste Planungsstadium getreten. Max Brust vom Ingenieurbüro Weyrauther Bamberg stellte eine erste technische Lösung vor. Sie ist die anschauliche Voraussetzung für die nächsten Schritte wie den Grunderwerb und die Abstimmung mit Belangen der Landwirtschaft und des Naturschutzes. Die drei Kilometer lange Strecke führt in Kurven mit zu engem Radius über ein Gelände mit Kuppen und Wannen. Mit einer Breite von fünf Metern entspricht sie nicht mehr heutigen Verkehrsbedürfnissen. Zwar fahren dort weniger als 500 Autos am Tag, aber viele Schwerfahrzeuge, sprich landwirtschaftliche Maschinen. Und sie können bis zu 3,50 Meter breit sein. Die Kreisstraße muss deswegen verbreitert werden; mindestens auf 5,5 Meter. Das sei ein Kompromiss zwischen dem Landverbrauch und damit Grunderwerb und den breiten Maschinen, die immer wieder aufs Bankett ausweichen müssen, betonte Els.

Zu verbessern ist die Kurve in der Nähe des Aussiedlerhofs Voigendorf; denn eine qualifizierte Straße müsse nach der Rechtslage für Tempo 100 ausgelegt sein, auch wenn dies bei den Ortsdurchfahrten zu Geschwindigskeitsproblemen führen könne, informierte Brust. Ein Problem ist an diesem Punkt auch ein Biotop, das durchschnitten wird. Möglicherweise kann es auf den wegfallenden Straßenteil verlagert werden, riss Brust ein nicht ungewöhnliches Problem an. Deswegen gehört zum Vorhaben ein landschaftspflegerischer Begleitplan.

An etlichen Stellen werden die Kuppen unterlaufen werden, besonders bei der Photovoltaikanlage Albertshof. Man wird sich hier auf ein Tieferlegen um etwa 2,50 Meter beschränken, auch wenn dann immer noch nicht hinreichend weit in den Straßenverlauf eingesehen werden kann.

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