Herzogenaurach
Stellungnahme

Kreisheimatpfleger Manfred Welker widerspricht den Grünen

Die Auseinandersetzung zwischen den Freien Wählern und den Grünen dauert an. Vor allem ist es FW-Stadtrat Manfred Welker, der sich auch in seiner Funktion a...
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Manfred Welker
Manfred Welker
Die Auseinandersetzung zwischen den Freien Wählern und den Grünen dauert an. Vor allem ist es FW-Stadtrat Manfred Welker, der sich auch in seiner Funktion als Kreisheimatpfleger von jüngsten grünen Äußerungen angegriffen fühlt. Er nimmt jetzt Stellung zu einem Bericht im FT am 16. November ("Herzogenauracher Grüne verwehren sich gegen Kritik der Freien Wähler").
So ärgert er sich über eine Aussage der grünen Stadträtin Retta Müller-Schimmel: "Ich habe den Aufschrei des Kreisheimatpflegers vermisst, als das Seelhaus für einen Euro an einen Ortsfremden verkauft wurde."
Müller-Schimmel wird in dem Artikel zitiert, dass sich die Fraktion der Grünen sehr wohl mit der Stiftung auseinandergesetzt habe. Das verblüfft Welker, denn "offensichtlich wissen die Grünen in Herzogenaurach und auch Retta Müller-Schimmel nicht einmal, was zur Pfründner-Hospital-, Seel- und Siechhausstiftung gehört, oder sie können die Gebäude nicht zuordnen", schreibt Welker in der Stellungnahme. Und ergänzt, er sei als Kreisheimatpfleger auf Anfrage gerne bereit, Herzogenaurach und seine Sehenswürdigkeiten Interessierten bei einer Führung nahezubringen.


Zum Seelhaus

Welker korrigiert eine grüne Aussage in dem FT-Bericht. Das Seelhaus befinde sich demnach am Kirchenplatz, trage die Hausnummer 9 und befinde sich im Besitz der Pfründner-Hospital-, Seel- und Siechhausstiftung. Welker: "Das Gebäude wurde niemals aus dem Stiftungsvermögen veräußert beziehungsweise wieder zurückerworben." Im Laufe vieler Jahre seien mehrere Überlegungen für das Seelhaus angestellt worden, von der Nutzung für den Kunst- und Kulturverein war laut Welker schon die Rede und Bündnis 90/Die Grünen hätten in ihrem Wahlprogramm die Nutzung als "Eine-Welt-Haus" für das Seelhaus gefordert. Nichts davon sei bisher umgesetzt worden. Die Stadt Herzogenaurach habe sich inzwischen nach einigem Zögern entschieden, das Gebäude zu renovieren und einer neuen Nutzung zuzuführen.
Mehr als peinlich ist für Welker das Eingeständnis der Grünen, dass das eigene Wahlprogramm von "Ghostwriter" Günter Doliwa erstellt worden sei und man sich mit den darin aufgestellten Wahlzielen eigentlich gar nicht identifiziere. red
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