Untersiemau

Kreisel und Ortsdurchfahrt kosten

Kämmerin Ivonne Scholz legt in der Sitzung die Haushaltsabwicklung 2019 und den Rechenschaftsbericht 2017 der Gemeinde offen. Die Gemeinderäte erfahren, dass das meiste Geld in Straßenbauprojekte fließt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Straße in Sicht: Nach Asphaltierungsarbeiten am entstehenden Untersiemauer Kreisel ist bereits wieder die Auffahrt zur B 4 zu erkennen. Voraussichtliche Freigabe: Ende Oktober.  Foto: Norbert Karbach
Straße in Sicht: Nach Asphaltierungsarbeiten am entstehenden Untersiemauer Kreisel ist bereits wieder die Auffahrt zur B 4 zu erkennen. Voraussichtliche Freigabe: Ende Oktober. Foto: Norbert Karbach

66 Prozent der geplanten Einnahmen im Verwaltungshaushalt seien bisher eingegangen, berichtete Kämmerin Ivonne Scholz über die Entwicklung des Haushalts 2019 der Gemeinde. Bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag im Rathaus stellte sie fest, dass die größte Einnahmeposition die Gewerbesteuer mit über einer Million Euro sei. An Ausgabemitteln im Vermögenshaushalt seien bisher 18 Prozent in Anspruch genommen worden. Hier sei der Ausgabenschwerpunkt der Bau des Kreisverkehrsplatzes mit einem Ansatz von rund 900 000 Euro. Dabei stehe der Hauptverkehrsast Richtung Coburg kurz vor der Fertigstellung. Die Freigabe soll am 25. Oktober erfolgen. Die Abzweigung Richtung Meschenbach erfolge im Frühjahr 2020, ergänzte Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU).

Investiert wird ferner in allgemeine Straßensanierungsmaßnahmen, in den Grundstückserwerb in der Schullersleite sowie in die Sanierung des Anwesens Schulstraße 13 in Scherneck. Der Schuldenstand der Gemeinde betrage derzeit 770 000 Euro (pro Kopf 185,63 Euro). Dies sei wieder ein kleines Stück weniger als im Vorjahr. Scholz gab zudem den Rechenschaftsbericht für das Jahr 2017 ab. Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt belaufen sich auf rund 15,6 Millionen Euro. Die Gewerbesteuer in Höhe von 2,8 Millionen Euro (Ansatz lag bei zwei Millionen) beschert der Gemeinde die meisten Einnahmen. Danach folgten der Anteil an der Einkommenssteuer mit 2,3 Millionen und die Einnahmen aus Wasser- und Kanalgebühren mit 718 000 Euro.

Auf Antrag der Firma IBC Solar AG Bad Staffelstein stellte der Gemeinderat per Beschluss den Bebauungsplan für den "Solarpark Untersiemau" auf Obersiemauer Flur auf. Mit der Planung wurde das Ingenieur-Büro Koenig und Kühnel (Weitramsdorf) beauftragt. In einem noch abzuschließenden städtebaulichen Vertrag soll unter anderem geregelt werden, dass anfallende Kosten für Bauleitplanung vom Antragsteller zu übernehmen sind.

Wegen neuer gesetzlicher Vorgaben muss die Gemeinde den Feuerwehr-Bedarfsplan aktualisieren lassen. Das Gremium beauftragte für knapp 10 000 Euro das Sachverständigenbüro Dechant, Maxhütte-Haidhof, damit. Bei dieser Gelegenheit dankte Rosenbauer allen Feuerwehrleuten in der Gemeinde und sagte: "Wir brauchen euch dringend für den Dienst am Nächsten." Gemäß Beschluss bekommt die Feuerwehr Scherneck vier neue Atemschutzgeräte im Wert von 9400 Euro. Entsprechende Aufträge für Lungenautomaten, Pressluftatmer und Vollmasken gingen an die wirtschaftlichsten Bieter.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren