Kulmbach

Kreis will Bildungsregion mit Leben erfüllen

Der Begriff Bildungsregion soll im Kreis Kulmbach "keine leere Worthülse" sein. Das machten Bildungskoordinatorin Nicole Neuber und ihr Kollege Andreas Hunger in der Sitzung des Schul- und Sozialaussc...
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Der Begriff Bildungsregion soll im Kreis Kulmbach "keine leere Worthülse" sein. Das machten Bildungskoordinatorin Nicole Neuber und ihr Kollege Andreas Hunger in der Sitzung des Schul- und Sozialausschusses deutlich. Sie stellten den Kreisräten den digitalen Bildungsatlas und das Projekt "Lesepatenschaften" vor.

"Lesepatenschaft" ist laut Landrat Klaus Peter Söllner (FW) ein freiwilliges Projekt. Patenschaften sollen an den Grund- und Mittelschulen eingeführt werden. Ehrenamtliche Mentoren würden Söllner zufolge jeweils ein Kind und einen Jugendlichen mindestens ein Jahr lang begleiten. Ziel sei es, die Lesefreude und -kompetenz zu stärken. Die Mentoren sollten dabei möglichst aus dem Umfeld der Schulen stammen.

Bildungskoordinatorin Nicole Neuber von "Bildung durch Bindung" teilte mit, dass die Treffen mit den Lehrkräften abgestimmt und in den Schulräumen stattfinden würden. Ein bis zwei Mal in der Woche sollten diese stattfinden. "Die Lesepaten erhalten vor ihrem ersten Einsatz eine Qualifizierung und Unterstützungsmaterial", teilte Neuber mit. Es gebe auch einen Ansprechpartner für organisatorische Fragen und zur fachlichen Begleitung. Das Projekt werde an die Koordinierungsstelle für bürgerschaftliches Engagement angegliedert und in enger Zusammenarbeit mit dem Schulamt und der Bildungsregion umgesetzt.

Der Schul- und Sozialausschuss genehmigte die Übernahme der Ehrenamtspauschale für die ehrenamtlich tätigen Koordinatoren und Lesepaten mit 125 Euro im Monat für die Jahre 2020 bis 2022. Ebenso werden die Kosten für eine jährliche Danke-Veranstaltung getragen.

Digitale Datenbank

Nicole Neuber stellte auch den digitalen Bildungsatlas vor, den sie mit Andreas Hunger von der Abteilung "Systembetreuung" am Landratsamt umsetzen werde: "Er ist eine digitale Datenbank beziehungsweise eine Adressen- und Angebotssammlung, in der erstmals alle Akteure des Landkreises zentral dargestellt werden."

Hunger teilte mit, dass der Kreis bereits über eine sehr umfangreiche Datensammlung verfügt und der Bildungsatlas ein digitales Portal für Eltern, Schüler und Neubürger sei - aber auch für Unternehmen, die auf der Suche nach Fachkräften sind. Der offizielle Start für das Projekt, an dem auch der Uni-Campus interessiert ist, ist für Anfang 2020 vorgesehen. Rei.

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