Coburg
alkoholmissbrauch

Kreativ sein gegen das Saufen

In den zehn Jahren, die es den DAK-Plakatwettbewerb "Bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen" gibt, haben sich unterschiedliche Schulen aus der Stadt und dem Landkreis Coburg daran beteiligt. Von Anf...
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Uli Schmerbeck mit dem Plakat von Alishia Tophofen (3. Platz), Volker Seifarth (DAK) hält die Arbeit von Sabrina Tiroch (2. Platz), Ulrike Neidiger-Pohl das gemeinsame Siegerplakat von Tim Krämer und René Sollmann sowie Ralf Neumüller das Poster von Timo Koar.  Foto: Helke Renner
Uli Schmerbeck mit dem Plakat von Alishia Tophofen (3. Platz), Volker Seifarth (DAK) hält die Arbeit von Sabrina Tiroch (2. Platz), Ulrike Neidiger-Pohl das gemeinsame Siegerplakat von Tim Krämer und René Sollmann sowie Ralf Neumüller das Poster von Timo Koar. Foto: Helke Renner

In den zehn Jahren, die es den DAK-Plakatwettbewerb "Bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen" gibt, haben sich unterschiedliche Schulen aus der Stadt und dem Landkreis Coburg daran beteiligt. Von Anfang an dabei ist die Mittelschule Am Lauterberg aus Lautertal. Dort kümmert sich ebenso lange Ulrike Neidiger-Pohl darum, dass das Thema Alkohol nicht aus dem Blickfeld verschwindet. "Suchtprävention ist bei uns omnipräsent", sagt sie. In regelmäßigen Abständen finden an der Schule Suchtpräventionswochen statt. Und es wird an den Plakaten für den Wettbewerb gearbeitet. "Das macht die DAK geschickt. Dass die Bilder der Schüler gerahmt in der Stadtbücherei, also in der Öffentlichkeit, gezeigt werden, steigert die Wertschätzung."

Auch die Prämierung auf regionaler Ebene trage dazu bei, dass die Autoren der Poster im Gespräch bleiben. Im Jahr des kleinen Jubiläums gibt es ein Best-of der 30 besten Plakate aus den zurückliegenden Jahren. Und als Anerkennung für die wiederkehrende Teilnahme sind in der Stadtbücherei nur Arbeiten von Schülern der Mittelschule Am Lauterberg zu sehen. "Wir wollten damit die Einrichtung würdigen, die von Anfang an dabei ist", betont Volker Seifarth, Leiter des DAK-Servicezentrums Coburg. Stadtjugendpfleger Uli Schmerbeck lobt die gute Präventionsarbeit, die in Lautertal geleistet werde. "Sie hat nur Sinn, wenn sie kontinuierlich ist."

Der Leiter der Polizeiinspektion Coburg, Polizeidirektor Ralf Neumüller, verweist darauf, dass jeder zehnte Verkehrstote in Bayern auf Alkoholkonsum zurückzuführen sei. "Dazu kommen noch Ruhestörung, Ehekonflikte, Körperverletzung, auch mit Todesfolge, und andere Delikte." Umso schöner sei es, dass es diesen Plakatwettbewerb gibt. "Wir haben in Coburg zwar immer noch das Alkohol-Problem im Hofgarten oder im Straßenverkehr, aber es tut sich etwas. Der Konsum von alkoholfreiem Bier nimmt zu." Möglicherweise habe die Beschäftigung mit dem Thema in den Schulen damit zu tun.

Die besten Arbeiten des Jubiläumswettbewerbs kommen von Tim Krämer und René Sollmann (1. Platz), die eigens für ihr Plakat eine Foto-Session organisiert haben, und Sabrina Tiroch (2. Platz). Der 3. Platz wurde zweimal vergeben: an Alishia Tophofen und Timo Koar. Zusätzlich gab es eine Urkunde für die Schule Am Lauterberg und eine Prämie von 50 Euro von der DAK.

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