Hammelburg
Spendenübergabe

Kräuterbüschel für einen guten Zweck

Weihnachten steht vor der Türe und das Geschenke-Karussell dreht sich bereits kräftig. Auch Spendenaktionen treten vermehrt in den Vordergrund, denn der Sinn des Fests im christlichen Glauben ist nebe...
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700 Euro für die Malteser Kinder-Palliativstation spendeten die Frauen der Kolpingfamilie Hammelburg (v. l.) Irmi Leimeister, Maria Krapf, Dorothea Schneider, die Empfängerin Diane Müller, Petra Reith, Marietta Panhans, Theresia Merz und Therese Loose-Englert.  Foto: Winfried Ehling
700 Euro für die Malteser Kinder-Palliativstation spendeten die Frauen der Kolpingfamilie Hammelburg (v. l.) Irmi Leimeister, Maria Krapf, Dorothea Schneider, die Empfängerin Diane Müller, Petra Reith, Marietta Panhans, Theresia Merz und Therese Loose-Englert. Foto: Winfried Ehling

Weihnachten steht vor der Türe und das Geschenke-Karussell dreht sich bereits kräftig. Auch Spendenaktionen treten vermehrt in den Vordergrund, denn der Sinn des Fests im christlichen Glauben ist neben der Freude über die Geburt Christi auch der, anderen eine Freude zu bereiten oder einfach zu helfen.

Zuspruch und Trost

Gelegenheiten zum Spenden gibt es wohl Hunderte, vom sozial schwachen Nachbarn bis zu den hungernden Kindern in Syrien oder Schwarzafrika, vom Einsamen bis zum Kranken. Die Hammelburger Kolping-Frauen entschieden sich für die Malteser Kinder- Palliativstation Würzburg. Gerade diese Kinder brauchen Zuspruch, Trost und ein Stückchen Freude, ihre Geschwister und ihre Eltern, die ebenfalls therapeutisch betreut werden. Doch häufig ist die Familie nicht in der Lage, einen dauerhaften Aufenthalt bei dem schwer erkrankten Jungen oder Mädchen zu finanzieren.

Dies ist nur durch Spenden möglich, bestätigt Diane Müller vom Kinder-Palliativ-Team Unterfranken, die von einem Hospiz-Team des Malteser Hilfsdienstes Bad Kissingen unterstützt wird. "Die Mittel fließen in Begleittherapien von Eltern und Kind oder in eine Trauerbegleitung", informiert sie bei der Übergabe von 700 Euro, die Frauen der heimischen Kolping-Familie durch Spenden für selbstgebundene Kräuterbüschel sammelten.

Der Brauch des Kräuterbüschelbindens geht in Bayern zurück in das 19. Jahrhundert. Am 15. August, dem Tag "Maria Himmelfahrt", bieten die Sammlerinnen ihre Buschen, die das Unglück fernhalten sollen, für eine Spende an, die einem sozialen Zweck dient. " Wir banden 250 Buschen, das Material suchten wir in der Natur und in Gärten", informiert Marietta Panhans. "Wir binden nur uns bekannte Kräuter in die Büschchen", fügt sie hinzu.

Diese Information ist wichtig, denn die Natur hält nicht nur heilbringende Pflanzen vor. Vorsicht ist geboten beim Jakobskreuzkraut, mit seinen schönen, sonnengelben Blüten, denn es ist giftig. Mindestens sieben, es können aber auch bis zu 99 Kräuter sein, gehören in einen Buschen. Die "Grundausstattung" besteht aus der Königskerze, dem Johanniskraut, Baldrian, Rossminze, dem Liebstöckl, Rosmarin und der wilden Möhre. Die Sammlerinnen bringen die Sträuße an Maria Himmelfahrt in die Kirche, wo sie der Pfarrer weiht. Warum am 15. August? Der in Bayern mehrheitlich gesetzliche Feiertag steht für die Katholiken in der Bedeutung der Erlösung nach dem Tod, die durch die leibliche Aufnahme der Gottesmutter in den Himmel symbolisiert wird.

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