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Gremsdorf
gremsdorf.inFranken.de  Die Selbsthilfegruppe für Hörgeschädigte Erlangen-Höchstadt erkundet den Landkreis.

Kräuter, Karpfen und Inklusion

Zum ersten Mal hat die neu gegründete Selbsthilfegruppe für Hörgeschädigte Erlangen-Höchstadt eine Tagestour durch den Landkreis unternommen. Die Busfahrt führte Mitglieder, Angehörige und Interessier...
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Die letzte Station der Tour durch den westlichen Landkreis bildete ein Besuch bei den Barmherzigen Brüdern in Gremsdorf. Foto: privat
Die letzte Station der Tour durch den westlichen Landkreis bildete ein Besuch bei den Barmherzigen Brüdern in Gremsdorf. Foto: privat

Zum ersten Mal hat die neu gegründete Selbsthilfegruppe für Hörgeschädigte Erlangen-Höchstadt eine Tagestour durch den Landkreis unternommen. Die Busfahrt führte Mitglieder, Angehörige und Interessierte in den Westen des Landkreises. Die meisten Mitglieder der Selbsthilfegruppe stammen aus der Nähe von Erlangen, deshalb entstand die Idee, auch einen anderen Teil des Landkreises kennenzulernen.

Zu Beginn stand eine Kräuterführung bei der Firma Martin Bauer in Vestenbergsgreuth auf dem Programm. Frederike Funke leitete die Führung und verriet viel Wissenswertes über Heil- und Gewürzpflanzen. Nebenbei gab es noch einige Tipps und Tricks für die eigene Anwendung der verschiedenen Gewächse. Pfefferminz, Melisse oder Salbei: Bei selbst aufgegossenem Tee dieser Kräuter genügt meist schon ein Blatt der Pflanze, um das passende Aroma zu erlangen.

Anschließend ging es zur Gaststätte auf dem Lauberberg und der Antoniuskapelle. Die Anlage gehört zu Sterpersdorf, einem Ortsteil von Höchstadt. Da im September auch die Aischgründer Karpfensaison beginnt, wurden natürlich überwiegend regionale Karpfen in all ihren Variationen genossen. Nach einem Rundgang über die wunderschöne Anlage mit Blick in den Aischgrund ging es zur letzten Station des Tages. In der Behinderteneinrichtung der Barmherzigen Brüder in Gremsdorf empfingen Christa Tottmann und Johannes Salomon die Besucher. Die beiden Mitarbeiter führten die Gäste in die Klosterkirche, erläuterten die Geschichte des Hauses und seine Philosophie und zeigten bei einer anschließenden Werksführung die verschiedenen Produktionstätigkeiten der engagierten Menschen. Ein Besuch in der hauseigenen Cafeteria mit einer riesigen Auswahl an selbst gebackenen Torten und Kuchen war ein genussreicher Abschluss.

Damit das Verstehen für die Schwerhörigen erleichtert wurde, hatten sie eine FM-Anlage mitgebracht, bestehend aus einem Mikrofon für den Sprechenden und Ringschleifen mit Empfänger, die sich der Schwerhörige umhängt. So wird das gesprochene Wort direkt ans Hörgerät oder CI (Hörprothese) gesendet und Höreingeschränkte können barrierefrei an Führungen teilnehmen.

Anna Reinmann