Küps

Kräftige Investitionen ins Abwasser

Der Haushalt des Abwasserverbandes Kronach-Süd steigt gegenüber dem Vorjahr um 68 Prozent.
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An der Kläranlage in Nagel sowie Betriebsgebäuden sind im mittelfristigen Finanzplan erhebliche Investitionen vorgesehen.  Foto: K.- H. Hofmann
An der Kläranlage in Nagel sowie Betriebsgebäuden sind im mittelfristigen Finanzplan erhebliche Investitionen vorgesehen. Foto: K.- H. Hofmann

Karl-Heinz Hofmann Küps — Die Verbandsversammlung des Abwasserverbandes Kronach-Süd verabschiedete in ihrer Sitzung am Mittwoch im Rathaus in Küps den Haushalt 2019. In gleicher Sitzung wurden für zwei wichtige Investitionen für die Kläranlage Nagel die Ausschreibungen beschlossen.

Verbandsvorsitzender und Bürgermeister von Küps, Bernd Rebhan, hatte bereits in der Sitzung vom 3. April einige Eckdaten zum Haushalt bekanntgegeben. Daher konnte das Zahlenwerk, inklusive Finanzplan bis 2022 und der festgelegten Investitionskostenzulage der an den Verband angeschlossenen Kommunen Küps, Weißenbrunn und Kronach ziemlich zügig und einstimmig angenommen werden. Die umfangreichen geplanten Investitionen werden nicht auf die einzelnen Gemeinden umgelegt, sondern mittels Krediten finanziert.

Der Gesamthaushalt 2019 schließt mit 2 812 300 Euro in Einnahmen und Ausgaben ab. Dies bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 1 140 200 Euro, was circa 68 Prozent entspricht. Ein Grund dafür sind auch Kostensteigerungen von circa 208 000 Euro im Verwaltungshaushalt und erhebliche Investitionen im Vermögenshaushalt.

Die Ausgaben verteilen sich mit 436 400 Euro auf die Sammler/Sonderbauwerke und mit 755 450 Euro auf die Kläranlage in Nagel. Als nennenswert bezeichnet der Verbandsvorsitzende in diesem Zusammenhang die Ausgaben für den Unterhalt der Gebäude und Maschinen mit 70 000 Euro (2018: 0 Euro), sowie Stromkosten 58 000 Euro (2018: 20 000 Euro). Im Bereich der Kläranlage sind insbesondere zu nennen die Klärschlammentsorgung mit 180 000 Euro (2018: 37 000 Euro) und die Abwasserabgabe 130 000 Euro (2018: 88 000 Euro).

Im Vermögenshaushalt sind für den Bereich Sammler- und Sonderbauwerke für die Anschaffung eines Fahrzeugs 100 000 Euro, für die Sanierung der Hauptsammler (Restmaßnahmen) 260 000 Euro und für die Messung und Steuerungen 103 000 Euro eingestellt. Im Bereich Kläranlage Nagel sind neben der Anschaffung von beweglichem Vermögen insbesondere Kosten für allgemeine Baumaßnahmen (zum Beispiel Wärmetauscher und Rücklaufschlammpumpen) mit 87 000 Euro, die Schlammtrocknung mit 224 000 Euro, die SPS-Steuerung/Schaltanlage 211 000 Euro, Erneuerung des Block-Heizkraftwerke 205 000 Euro, die Sanierung des Belebungsbeckens (Gebläse, Belüftung) 97 000 Euro und für die Errichtung einer Photovoltaikanlage 50 000 Euro, vorgesehen.

Aufgrund der Investitionen wurde eine Kreditaufnahme mit 1 266 500 Euro vorgesehen. Der Schuldenstand zum Ende des Jahres 2019 wird 3,411 Millionen Euro betragen (Anfang 2019: 1,975 Millionen Euro). Auch die mittelfristige Finanzplanung bis 2022 sieht im Bereich der "Sammler und Sonderbauwerke" und der "Kläranlage" weitere zahlreiche Investitionen vor.

Der durch Einnahmen nicht gedeckte laufende Finanzbedarf zur Finanzierung der Ausgaben des Verwaltungshaushaltes wird auf 1 126 800 Euro festgesetzt und wird auf die Verbandsmitglieder wie folgt umgelegt: Küps 651 498 Euro, Weißenbrunn 292 227 Euro, Kronach 183 075 Euro. Für die Sanierung und Umbau der Schlammentwässerung wurde eine Terminierung für Ausschreibung und Umsetzungsplan bei zwei Gegenstimmen zugestimmt.

Egon Herrmann und Winfried Lebok zeigten sich unzufrieden mit der Vorbereitung, weil man keine Preisvergleiche besonders für die Dachausführung vorgelegt erhielt. Vorsitzender Rebhan fügte hinzu, man werde die günstigere Variante nehmen. Hubertus von Künsberg regte an, eine Photovoltaikanlage zu berücksichtigen. Für die Neuinstallation der SPS-Steuerung der Kläranlage Nagel regte Winfried Lebok entgegen der vorgelegten Planung an, die Ausschreibung auf Ende des Jahres zu verlegen, man bekäme günstigere Angebote und hätte wohl auch mehr Anbieter. Nach der jetzigen Planung soll am 24. September Submission stattfinden. Wir können dann immer noch über eine Neuausschreibung entscheiden, meinte Bernd Rebhan. Die Ausführungszeit sei vom 2. Dezember 2019 bis 31. Dezember 2020 vorgesehen, so dass man ein entsprechend großes Zeitfenster habe. Den vorgelegten Terminplan wurde einstimmiges Votum erteilt.

Aus der Verbandsversammlung am 3. April informierte Bernd Rebhan nach Wegfall der Nichtöffentlichkeit über Beschlüsse. Das Gremium informierte sich über ein Eigenenergiekonzept verbunden mit einer Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Klärwerksgelände Nagel.

Die Verwaltung wurde beauftragt, alle nötigen Schritte zur Realisierung des Projektes in die Wege zu leiten.

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