Bad Rodach

Kosten sorgen für Kopfschütteln

Schon die Arbeiten im ersten Bauabschnitt der Umgestaltung des Bad Rodacher Schlossplatzes kosten mehr als doppelt so viel wie im Haushalt angesetzt. Stadt will gegen Parksünder am Marktplatz härter durchgreifen.
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Härter durchgreifen will die Stadt Bad Rodach künftig gegen Parksünder am Marktplatz. Symbolfoto: Alexander Heinl/dpa
Härter durchgreifen will die Stadt Bad Rodach künftig gegen Parksünder am Marktplatz. Symbolfoto: Alexander Heinl/dpa
"Ich wundere mich schwer." Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) schüttelte am Montagabend im Bau- und Umweltausschuss mit demKopf. Die seit kurzem vorliegende Kostenschätzung des Berliner Architektenbüros bbz für die Umgestaltung des Schlossplatzes war kurzfristig auf die Tagesordnung genommen worden und sorgte für gehörig Gesprächsstoff.
Allein der Spielplatz, mit 120 000 Euro im Haushaltsentwurf veranschlagt, soll demnach rund 260 000 Euro kosten. Das Gesamtprojekt wird auf rund 1,2 Millionen geschätzt.
Das wollen die Vertreter der Stadt so nicht hinnehmen. "Wir werden in jedem Fall noch einmal mit den zuständigen Architekten reden und nach Einsparmöglichkeiten suchen", versprach der Bürgermeister. Zudem soll der momentan im Urlaub weilende Bauamtsleiter Dirk Hochberger die einzelnen Posten auf deren Effizienz hin kontrollieren. "Ich brauche einen Techniker, der sagen kann, wie realistisch diese Kosten sind", so Ehrlicher. 3500 Euro für ein Schaukeltier anzusetzen, sei nicht nachvollziehbar, betonte er. Erst nach Einschätzung des Bauamtsleiters sollen weitere Schritte erfolgen.
Ein "ungutes Gefühl" signalisierte auch Kämmerer Michael Fischer. Man müsse entweder die Kosten mindern oder einen Nachtragshaushalt aufstellen. In diese Richtung argumentierten auch Christoph Herold (CSU) und Ernst-Wilhelm Geiling (Freie Wähler).
80 bis 90 Prozent Zuschuss zu den Gesamtkosten von 257 000 Euro erwarten die Stadtvertreter bei der Umgestaltung des Elsaer Dorfgasthauses mit dem angrenzenden Jugendbereich. Alle Fenster des Komplexes sollen erneuert werden, die gewünschten zwei Eingänge für den Gastraum seien allerdings nicht erforderlich.


"Knöllchen" gibt's sofort

Einstimmig lehnten die Räte eine zeitliche und räumliche Ausweitung der kommunalen Verkehrsüberwachung ab. Einzelne Beschwerden aus der Bürgerschaft veranlassten das Gremium allerdings dazu, am Marktplatz "härter durchzugreifen". Dort soll künftig ein "Knöllchen" sofort fällig werden, wenn die Parkzeit überschritten wird. Momentan gilt noch eine Wartezeit von zehn Minuten.
Die Führung des Lkw-Verkehrs der Firma Valeo wird geändert. Künftig sollen die Brummis nach Verlassen des Betriebsgeländes nicht mehr über die Max-Roesler-Straße, sondern ausschließlich über die Werner- von-Siemens-Straße fahren. Durch diese Maßnahme soll der Verkehrsfluss im Innenstadtbereich verbessert werden.


Ja zu Seminarhaus in Heldritt

Karin und Aldo Lütgenau planen in ihrem Anwesen Untere Mühle in Heldritt die Errichtung eines Seminarhauses mit zwei Tagungsräumen und Unterbringung der etwa 15 Gäste in Einzel- und Doppelzimmern. Diesem Vorhaben wurde zugestimmt.
Detailliertere Planungsunterlagen sind dagegen bei der Bauvoranfrage von Heike Geyer aus Lempertshausen erforderlich. Sie möchte eine nicht mehr genutzte landwirtschaftliche Halle in einen metallverarbeitenden Betrieb umwandeln.
Michael Fischer teilte mit, dass die Wasserqualität im Waldbad gut sei und die Freizeiteinrichtung in diesem Punkt bedenkenlos genutzt werden könne.
Weiterhin erfolgten bereits Neupflanzungen von Eschen im Bereich des Wallgrabens. Rund 20 bestehende Bäume dieser Art müssen in den nächsten Jahren weichen, da Pilzbefall ein Absterben verursacht hat.
Ein Spiegel an der Einmündung Schmückerwiese/Heldritter Straße soll für mehr Übersichtlichkeit sorgen.


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