Altenkunstadt

Kordigast durchforsten

Karl-Heinz Gertloff hat mit modernem Gerät den Waldboden abgesucht.
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Mit den Bodendenkmälern rund um den Kordigast beschäftigt sich ein CHW-Vortrag. Foto: privat
Mit den Bodendenkmälern rund um den Kordigast beschäftigt sich ein CHW-Vortrag. Foto: privat

"Verborgene Spuren der Geschichte in den Wäldern rund um den Kordigast"heißt ein Vortrag des Colloquium Historicum Wirsbergense (CHW) l mit Karl-Heinz Gertloff, Egelsbach, in Burkheim, Gasthof Fiedler, am Samstag, 22. September, um 16 Uhr.

Von den bekannten Bodendenkmälern im Landkreis Lichtenfels liegen nur 25 Prozent im Wald, obwohl der Landkreis zu fast 40 Prozent mit Wald bedeckt ist. Im Durchschnitt finden sich auf einer Fläche von zehn Quadratkilometern in den Orts- und Feldlagen doppelt so viele Bodendenkmäler wie in den Waldflächen. Dieses Missverhältnis lässt sich jetzt zu einem guten Teil beheben: Mit einem detaillierten Digitalen Geländemodell der Bayerischen Vermessungsverwaltung kann das Relief des Waldbodens nach Strukturen überprüft werden, die auf noch nicht bekannte Bodendenkmäler und sonstige kulturhistorisch bedeutsame Objekte hindeuten. Mit dieser Methode hat der Referent beispielhaft die Waldflächen in der Umgebung des Kordigast durchsucht. In seinem Vortrag wird er nach kurzen allgemeinen Ausführungen zur archäologischen Prospektion die neue Methode erläutern und dann insbesondere die Ergebnisse seiner Arbeiten vorstellen, die teilweise vermutlich selbst den einen oder anderen "professionellen" Heimatkundler überraschen dürften. Der Vortrag ist kostenfrei, Infos bei Jutta J. Löbling, Telefonnummer 09572/5886 oder www.chw-franken.de. red

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