Laden...
Hiltpoltstein

Konzept für den Großenoher Bach

Im ökologischen Gleichgewicht sind die Gewässer in Bayern nicht. Aber ein guter Zustand soll erreicht werden, weshalb das Wasserwirtschaftsamt Konzepte erstellt. Das ist auch für die Gemeinde Hiltpoltstein kostenlos. Doch dann?
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Großenoher Bach zieht sich durch den ganzen Ort. Er soll auf ökologisch optimalen Zustand untersucht werden, doch irgendwo macht sich ein Biber zu schaffen. Foto: Petra Malbrich
Der Großenoher Bach zieht sich durch den ganzen Ort. Er soll auf ökologisch optimalen Zustand untersucht werden, doch irgendwo macht sich ein Biber zu schaffen. Foto: Petra Malbrich

Viele Gewässer in Bayern brauchen Hilfe. Auch in der Region werden die Gewässer zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinien untersucht werden. Das Wasserwirtschaftsamt erstellt ein Konzept, mit dessen Maßnahmen ein guter ökologischer Zustand erreicht werden soll.

Für die Gemeinde Hiltpoltstein betrifft es den Großenoher Bach. Die Kosten für das Konzept übernimmt der Freistaat Bayern. An den Kosten wird die Gemeinde Hiltpoltstein nicht beteiligt. Soweit schön und gut. Doch was, wenn Maßnahmen durchgeführt werden?

Zweiter Bürgermeister Georg Potzner (CSU) und Georg Deinhardt (FW) haben trotzdem Bedenken. "Im Moment ist es kostenfrei. Doch was ist in Zukunft, wenn doch eine Sanierung notwendig wäre? Würden dann, ähnlich wie bei einem Gehsteig, die Anwohner herangezogen werden?", äußerte Potzner.

Bedenken zerstreut

Das habe es bei einem Bach noch nie gegeben, meinte Bürgermeisterin Gisela Schulze-Bauer (BfH). Sie glaubt ohnehin nicht, dass am Großenoher Bach viel passieren wird. "Dort macht der Biber derzeit, was er will. Er ist sogar schon bei einem Anwohner auf dem Hof gewesen", zerstreute die Bürgermeisterin die Bedenken.

Trotzdem: Was wäre, wenn das Wasser nicht passt? Schließlich wurde in dem Schreiben bereits darauf hingewiesen, dass dies bei den meisten Gewässern so sei. "Die meisten Einschnitte kommen vom Biber", erklärte Schulze-Bauer.

Auch Georg Deinhard legte das Schreiben so aus, dass die Gemeinde in die Pflicht genommen werden kann. Und das stimmt auch, wie sich herausstellte, denn für Maßnahmen an Gewässern dritter Ordnung sind die Kommunen in der Ausbau- und Unterhaltspflicht.

Keine mittelbare Verpflichtung

"Wir sind ohnehin unterhaltspflichtig. Nur haben wir dann keine Planungen und müssen diese auch noch zahlen", informierte Claus Vetter (BfH).

Und Dritte Bürgermeisterin Gisela Geldner (FW) fügte hinzu, dass eine mittelbare Verpflichtung oder ein Anspruch, die Maßnahmen zu realisieren, nicht bestehe.

Der Markt Hiltpoltstein wird deshalb die Vereinbarung mit dem Wasserwirtschaftsamt Kronach unterschreiben, beschloss der Gemeinderat.