Untersteinach

Kommt das Wasserfest?

Die FW/WGU will mit einer jährlichen Feier an die "Rettung des Brunnens Pressecklein" erinnern. Der Gemeinderat hat eine Entschei- dung vertagt, weil noch Fragen offen sind.
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Im Bereich Peuntwiese könnte das Untersteinacher Wasserfest durchgeführt werden. Zunächst soll abgeklärt werden, ob örtliche Vereine an der Ausrichtung interessiert sind. Foto: BR-Archiv
Im Bereich Peuntwiese könnte das Untersteinacher Wasserfest durchgeführt werden. Zunächst soll abgeklärt werden, ob örtliche Vereine an der Ausrichtung interessiert sind. Foto: BR-Archiv

Die Idee, die "Rettung des Brunnens Pressecklein" mit einem regelmäßig wiederkehrenden Fest zu feiern, war bereits bei der Bürgerversammlung aufgekommen. Jetzt hat die FW/WGU-Fraktion im Gemeinderat auch offiziell einen Antrag gestellt, solch ein Veranstaltung auf die Beine zu stellen.

"Alle im Gemeindegebiet tätigen Vereine" sollten mit eingebunden werden. Auch zum Zeitpunkt äußerten sich die Mitglieder der FW/WGU: "Idealerweise zeitgleich mit dem Aufstellen der Osterkrone am Gemeindebrunnen."

Mehrere Schirmherren möglich

Als Schirmherr der Veranstaltung schlug die Fraktion Umweltminister Thorsten Glauber (FW) vor, auch die beiden Landtagsabgeordneten Rainer Ludwig (FW) und Martin Schöffel (CSU) könnten eingesetzt werden - oder der jeweils amtierende Bürgermeister, "der damit seine Verbundenheit zum Erhalt der lokalen Wasserversorgung" zum Ausdruck bringen könnte. Die Verkaufserlöse aus Speisen und Getränken sollten den Vereinen für die Jugendarbeit zufließen.

Ein flammender Befürworter des Festes war Alfred Vießmann (UBG). Jedoch betonte er, dass man damit nicht an die Rettung des Brunnens erinnern, sondern vielmehr allgemein einen Tag des Wassers begehen sollte.

Zum "Welttag des Wassers"?

Als Termin schlug Vießmann den alljährlich von den Vereinten Nationen ausgerufenen "Welttag des Wassers" vor. Dieser werde seit 1993 gefeiert - im nächsten Jahr finde er am 22. März statt. Dieser Termin wäre drei Wochen vor Ostern und eine Woche nach den Kommunalwahlen.

Vießmann betonte, dass man an diesem Tag auch an Wasser als Fluch und Bedrohung erinnern könnte. 1967 sei Untersteinach von einem großen Hochwasser heimgesucht worden. Außerdem erinnerte Vießmann an die frühere Strudelkerwa, in die eine örtliche Brauerei eingebunden gewesen sei. Gefeiert werden sollte im Bereich Peuntwiese.

Verhalten war die Reaktion der anderen Gemeinderatsmitglieder auf den Festvorschlag, zumal es in den zurückliegenden Jahren beim Schmücken der Osterkrone heftige Querelen und Irritationen gegeben habe. Alle hatten Bedenken, dass es möglicherweise schwierig werden könnte, die Vereine unter einen Hut zu bekommen.

Brunnen "war nie weg"

Bürgermeister Volker Schmiechen (SPD) betonte, dass der Brunnen Pressecklein "nie weg war" und betonte, dass mit dem Fest etwas Falsches suggeriert würde. "Wir haben über die zukünftige Wasserversorgung kontrovers diskutiert, aber das Ergebnis ist jetzt ein Resultat der Fakten. Keiner wollte je etwas anderes", stellte Schmiechen klar. Persönlich habe er nichts gegen ein Wasserfest. "Wenn ein Verein dies machen möchte, kann er dies sicherlich tun", so Schmiechen.

Markus Weigel (WGU) betonte, dass das Fest auch von der WGU und UBG allein auf den Weg gebracht werden könnte. Eine Entscheidung wurde nicht getroffen. Alle Ratsmitglieder wollen sich noch einmal Gedanken machen, wie solch ein Fest ablaufen könnte. Auch soll mit den Vereinen Rücksprache genommen werden. Dann kommt das Thema erneut auf die Tagesordnung.

Ebenfalls ums Wasser, genauer um die Wasserversorgung Gumpersdorf, ging es bei einem Nachtrag der Firma Franz Lischke über 9736,82 Euro. Der Beschluss fiel einstimmig. Die Angebotssumme von 117 655,42 Euro erhöht sich durch bereits beschlossene Nachträge um 43 713,56 Euro auf jetzt 171 105,80 Euro. Damit liegen die tatsächlichen Kosten allerdings mehr als 95 000 Euro unter der ersten Schätzung des Ingenieurbüros Singer.

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