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Lichtenfels
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Königswürde verlängert

Die Corona-Pandemie hat mittlerweile seit zwei Monaten das gesamte wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben nicht nur in Deutschland aus den Angeln gehoben. Auch die Vereine sind davon stark betrof...
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Die Corona-Pandemie hat mittlerweile seit zwei Monaten das gesamte wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben nicht nur in Deutschland aus den Angeln gehoben. Auch die Vereine sind davon stark betroffen, insbesondere auch die Königlich Privilegierte Scharfschützengesellschaft Lichtenfels als einer der prägenden Vereine der Region sowohl in sportlicher als auch gesellschaftlicher Hinsicht.

Noch Anfang des Jahres konnte die Schützengesellschaft auf eine Fortsetzung der sportlichen Erfolge der vergangenen Jahre hoffen, kehrten doch die Lichtenfelser Schützen im Februar von den BDS-Bezirksmeisterschaften in den Standarddisziplinen Langwaffe und Kurzwaffe auf der Schießanlage Kunigundenruh in Bamberg mit zehn Meistertiteln nach Hause zurück, die Louis Erlmann, Frank Fischer, Stefan Gerber, Andreas Nawrocki, Christian Thiel (2x) und Matthias Heft (4x) errangen. Ab März mussten dann aber alle sportlichen Termine ebenso wie die Generalversammlung abgesagt werden. Ein Training ist seither ebenfalls nicht mehr möglich. Auch das traditionelle gesellige Osterschießen konnte nicht stattfinden.

Die einschneidendste Maßnahme für die Schützengesellschaft sei aber infolge des Verbots von Großveranstaltungen bis zum 31. August durch die bayerische Staatsregierung wegen der Unsicherheit des Infektionsgeschehens die notwendig gewordene Absage des traditionsreichen Lichtenfelser Schützen- und Volksfestes vom 10. bis 19. Juli gewesen, wie der Schützenmeister Erwin Kalb bei einem Telefongesprächs mit unserem Mitarbeiter unterstrich. Die Planungen für das Fest seien weitgehend abgeschlossen gewesen, ebenso schon lange die Verträge mit dem Festwirt, den Schaustellern, Schieß- und Losbuden, Imbissständen, den zahlreichen Musikkapellen für die Umzüge und den Festplatz sowie mit dem Sicherheitsdienst.

In Amt und Würden bleiben

Da mit der Absage des Schützenfestes auch kein Schützenfestschießen stattfinden kann und auch keine auswärtigen Schützenfeste besucht werden können, habe das Schützenmeisteramt beschlossen, dass die Schützenkönige der Herren, der Damen und der Jugend mit ihrem Gefolge ein weiteres Jahr in Amt und Würde bleiben können, erläuterte der Schützenmeister weiter.

Erwin Kalb musste zwei weitere Absagen bekanntgeben. Das 10. Lichtenfelser Ordonanz- und Feuerstutzenschießen kann aus den genannten Gründen ebenso wenig durchgeführt werden wie die von der Western-Abteilung der Lichtenfelser Schützengesellschaft geplante Summer Challenge am 5. und 6. Juni in Schweinfurt. Die Vereinsgastronomie steht ebenso nach wie vor nicht zur Verfügung. Ein Lichtblick sei, dass die Bogenabteilung als erste Abteilung der Schützengesellschaft demnächst wieder aktiv werden kann. Der Schützenmeister berichtete auch über die geplante Sanierung der Schießstände. Diese sollen aus sicherheitstechnischer Sicht modernisiert und mit neuester Geschossfangtechnik versehen werden. Außerdem soll noch ein zweiter Kurzwaffenstand errichtet werden. Die staatlichen Zuschüsse sind bereits über den Bayerischen Sportschützenbund (BSSB) beim Bayerischen Innenministerium beantragt. Die Zuschussanträge beim Landratsamt und bei der Stadt seien bereits bewilligt worden. Erwin Kalb bedankte sich für die freundschaftliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit auch im Hinblick auf die Baumaßnahmen bei den benachbarten Vereinen Turnerschaft Lichtenfels und 1. FC Lichtenfels sowie AC Lichtenfels und TC Lichtenfels. Natürlich vermissen alle Mitglieder die sportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten, für die die Schützengesellschaft Lichtenfels bekannt ist. Alfred Thieret