Knetzgau

Knetzgau dominiert Heimrennen

Beim 270er-Kart-Slalom gehen vier Klassensiege an den Ausrichter MSC Knetzgau.
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Rene Gebhardt fährt bei seinem ersten 270er-Rennen den ersten Sieg ein.  Foto: Oliver Lehmann
Rene Gebhardt fährt bei seinem ersten 270er-Rennen den ersten Sieg ein. Foto: Oliver Lehmann
Der MSC Knetzgau dominierte den 270er-Kart-Slalom auf eigenem Asphalt und holte alle Klassensiege - stellte in einer Klasse sogar das gesamte Podest. Aber was genau macht diese Disziplin aus?
Die wichtigsten Aspekte beim 270er-Kart-Slalom sind die sichere Beherrschung des Fahrzeugs und das fehlerfreie Durchfahren der Aufgaben. Nur wer das Kart filigran durch den mit Pylonen abgesteckten Parcours manövrieren kann, hat Chancen auf den Sieg. Zudem wird ein optimaler Überblick, eine hohe Reaktionsfähigkeit, ein schnelles situationsbedingtes Urteilsvermögen sowie das perfekte Zusammenspiel von Beschleunigen, Bremsen und Lenken benötigt.
Beim 270er-Kart-Slalom kann sich jeder Fahrer im Trainingslauf zunächst an das vom Veranstalter gestellte Kart und den Parcours gewöhnen, ehe es in zwei Wertungsläufen um die schnellste gefahrene Gesamtzeit
geht. Für jede umgeworfene oder aus der Markierung verschobene Pylone gibt es drei Strafsekunden; daher gilt das fehlerfreie Fahren als oberste Priorität. Da das Kart beim 270er-Kart-Slalom stets vom Veranstalter gestellt wird, hat jeder Teilnehmer die gleichen Bedingungen - kein Vergleich zur Formel 1, wo ein Großteil des Erfolgs vom Fahrzeug abhängt.


Viele Premieren in Knetzgau

In diesem Jahr ging beim MSC Knetzgau erstmals die Altersklasse 1 (AK1) der Jahrgänge 2006 bis 2003 im ADAC 270er-Kart-Slalom an den Start. Mit vier Startern war das Feld jedoch sehr überschaubar. Die meisten Starter bestritten ihr erstes 270er-Rennen. So auch der Sieger Rene Gebhardt vom MSC Knetzgau, der mit fehlerfreien und guten Fahrzeiten gläntze. Moritz Terhar sorgte trotz eines Pylonenfehlers für einen Doppelsieg der Kartteufel.
In der AK2 (Jahrgänge 2002 bis 1995) gab es 11 Starter. Der Lokalmatador Philipp Lehmann holte den Sieg und lag 1,9 Sekunden vor dem Rest des Feldes. Mit 17 Teilnehmern war die AK3 (Jahrgänge 1994 bis 1978) die größte Altersklasse. Das gab es beim 270er-Kart-Slalom in Knetzgau auch noch nicht: Es sprang nicht nur ein Knetzgauer Sieg heraus, sondern gleich ein ganzes Podest voller Kartteufel. Oliver Lehmann nutzte den Heimvorteil am besten und platzierte sich auf dem ersten Rang. Zwischen Marcel Schramm und Anne Lehmann ging es äußerst knapp zu: Beide Fahrer waren nach den Wertungsläufen exakt zeitgleich. Schramm hatte mit 61,31 Sekunden die bessere Einzelzeit und somit Platz 2 gesichert. Deshalb hatte Lehmann bei diesem vereinsinternen Duell zwar das Nachsehen, trotzdem war sie sehr zufrieden.
Kerstin Friedrich fuhr mit Platz 10 ihr bisher bestes Ergebnis im Kart-Slalom ein - sie war die Einzige, die ihre Zeiten nach dem Training in den letzten Tagen nochmals verbesserte. Sandro Gerbig trainiert erst seit kurzem wieder und erreichte bei seinem ersten Rennen in diesem Jahr Platz 12. Anna Sophie Wenzel saß zum ersten Mal in diesem Jahr im 270er-Kart und sicherte sich Rang 14.
Nun ging die AK4 (ab Jahrgang 1977) mit 8 Teilnehmern an den Start. Marion Lehmann fuhr einen souveränen Sieg ein. Dabei landete sie 1,92 Sekunden vor der Zweitplatzierten. Auch Markus Terhar gelang fast der Sprung auf das Podest, er musste sich am Ende trotz sauberer, fehlerfreier Läufe mit Platz 4 zufriedengeben.
Insgesamt gingen 40 Teilnehmer ins Rennen. Alle vier Klassensiege wurden von Fahrern des MSC Knetzgau eingefahren. Die Tagesbestzeit (60,24 Sekunden) sowie die Gesamtbestzeit (120,64 Sekunden) beanspruchte Philipp Lehmann für sich.
Beim diesjährigen Parcours mussten die Fahrer während der Fahrt gut mitdenken, da es aufgrund des verhältnismäßig kleinen Platzes einige Überkreuzungen der Strecke gab. Nahezu alle Fahrer haben den richtigen Weg auf Anhieb gefunden, nichtsdestotrotz hat der Slalomleiter für das kommende Jahr eine leichter einzuprägende Strecke versprochen. red


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