Knetzgau

Knetzgau baut zehn Wohnungen

Die Gemeinde will mit ihrem 1,75-Millionen-Euro-Mietprojekt sozial Schwachen unter die Arme greifen.
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Den offiziellen Spatenstich zum Neubau einer staatlich geförderten Wohnanlage in Knetzgau vollzogen (von links) Norbert Krauser (Geschäftsführer der Baufirma Krauser GmbH), Martin Mantel (Bauamt der Gemeinde Knetzgau), bauleitender Architekt Jan Schrepfer (K & U GmbH), Markus Kuhn (Geschäftsführer K & U GmbH), Bürgermeister Stefan Paulus und Regierungsbaumeister Matthias Noll.  Foto: Christian Licha
Den offiziellen Spatenstich zum Neubau einer staatlich geförderten Wohnanlage in Knetzgau vollzogen (von links) Norbert Krauser (Geschäftsführer der Baufirma Krauser GmbH), Martin Mantel (Bauamt der Gemeinde Knetzgau), bauleitender Architekt Jan Schrepfer (K & U GmbH), Markus Kuhn (Geschäftsführer K & U GmbH), Bürgermeister Stefan Paulus und Regierungsbaumeister Matthias Noll. Foto: Christian Licha

Der offizielle Spatenstich zum Neubau einer gemeindlichen Wohnanlage wurde in Knetzgau vollzogen. Im Gebiet "Dülbig" soll mit zehn staatlich geförderten Mietwohnungen die Wohnungsnot in Knetzgau gemildert werden.

"Es fehlt an bezahlbarem Wohnraum für kleine Familien, Ehepaare, Singles und Alleinerziehende", sagte Bürgermeister Stefan Paulus (CWG, SPD). Er ergänzte, dass der private Wohnungsmarkt oftmals überhitzt sei, was natürlich auch Auswirkungen auf die Mieten habe. Mit Hilfe eines staatlichen Förderprogramms wolle die Gemeinde die Situation entschärfen. Für die zehn Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen werden laut Paulus Mieter berücksichtigt, die aufgrund ihres Einkommens für Sozialmietwohnungen in Betracht kommen.

Paulus bittet um Geduld

Die Miethöhe wird sich an Sätzen orientieren, die das Jobcenter Hartz-IV-Empfängern gewährt. Die anerkannte Miete im Landkreis liegt zurzeit je nach Wohnungsgröße zwischen 5,33 Euro bei größeren Wohnungen und 5,98 Euro pro Quadratmeter bei kleineren Wohnungen.

Bürgermeister Paulus bittet jedoch zum jetzigen Zeitpunkt, von Anfragen abzusehen. Wenn der Bezugstermin feststehe, werde die Gemeinde offiziell den Auftakt der Bewerbungsphase mitteilen. Es gebe noch keine Warteliste, so dass alle Wohnungssuchenden dann die gleiche Chance hätten. Die zukünftigen Mieter werden nach seinen Angaben unter sozialen Aspekten ausgewählt. Auch ein bis zwei Flüchtlingshaushalte sollten im Neubau Platz finden.

Die Finanzierung

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,75 Millionen Euro. Matthias Noll von der Regierung von Unterfranken bezifferte die staatliche Förderung auf 30 Prozent. Auch der Wert des Grundstücks, das bereits im Eigentum der Gemeinde Knetzgau ist, wird mit dem gleichen Prozentsatz gefördert. In Summe beträgt der Zuschuss aus dem bayerischen Wohnungsbauprogramm 494 000 Euro. Weitere 900 000 Euro werden der Gemeinde als Darlehen mit einem Zinssatz von 0,99 Prozent und 30 Jahren Zinsbindung gewährt. Zehn Prozent der Kosten muss die Gemeinde aus Eigenmitteln aufbringen, wobei der Wert des Grundstücks berücksichtigt werden kann. Nach Ablauf von 20 Jahren ist die Gemeinde an keinerlei Auflagen mehr gebunden und könnte theoretisch das Gebäude auch verkaufen.

Als beispielgebendes Projekt bezeichnete Markus Kuhn, Geschäftsführer des Planungsbüros K & U GmbH aus Haßfurt, dieses Bauvorhaben des sozialen Wohnungsbaus. Kooperativ arbeite man mit der Regierung von Unterfranken in Würzburg zusammen, sagte er. Die Fertigstellung ist laut seiner Darstellung und nach dem momentanen Stand Ende 2020 geplant.

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