Rattelsdorf
Kultur

Klostergarten als kulturelles Erbe am Tag des offenen Denkmals gewürdigt

Das Interesse war riesengroß beim Tag des offenen Denkmals in Rattelsdorf. Darauf wies schon Landrat Johann Kalb (CSU) bei der offiziellen Eröffnung im Klostergarten der Awo hin. Mehrere Tausend Besuc...
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Überreichung der Urkunde im Garten der Begegnung in Rattelsdorf: (von links) Bürermeister Bruno Kellner, Geschäftsführer Matthias Kirsch, Landrat Johann Kalb, Kreisvorsitzender Klaus Stieringer, Geschäftsführer Werner Dippold, MdB Andreas Schwarz  Foto: Renate Neubecker
Überreichung der Urkunde im Garten der Begegnung in Rattelsdorf: (von links) Bürermeister Bruno Kellner, Geschäftsführer Matthias Kirsch, Landrat Johann Kalb, Kreisvorsitzender Klaus Stieringer, Geschäftsführer Werner Dippold, MdB Andreas Schwarz Foto: Renate Neubecker

Das Interesse war riesengroß beim Tag des offenen Denkmals in Rattelsdorf. Darauf wies schon Landrat Johann Kalb (CSU) bei der offiziellen Eröffnung im Klostergarten der Awo hin. Mehrere Tausend Besucher schauten an diesem Tag die Denkmäler im Landkreis an.

Im August 2018 begannen die Sanierungsmaßnahmen im barocken Klostergarten mit Baumfällarbeiten. Danach wurden der Unterbau der Wege und die Rasenfläche saniert und Neuanpflanzungen vorgenommen. Die beiden Brunnenanlagen wurden erneuert. Die Sandsteinfeiler mit Kugelknauf renovierte man und baute sie teilweise neu auf. Mit dem Einbau des Metallzaunes konnten im Februar 2019 die Arbeiten abgeschlossen werden.

Klaus Stieringer, der Vorsitzende des Kreisverbands der Arbeiterwohlfahrt Bamberg Stadt und Land, bezeichnete die Klosteranlage mit dem Heim für psychisch Kranke als wunderbare Einrichtung. Der Klostergarten sei jetzt zum Garten der Begegnung geworden.

Er bedankte sich bei Geschäftsführer Werner Dippold, der beim Kauf des Projektes im Jahr 2004 sowie den weiteren Baumaßnahmen maßgeblich beteiligt war. Sein Dank galt ebenfalls Altbürgermeister Gerhard Jäger. Gefördert wurden die Sanierungsarbeiten unter anderem im Rahmen des Leader-Projektes, der Oberfrankenstiftung und von der Marktgemeinde.

Danach nahm Pfarrer Reinhold Braun die kirchliche Weihe des Gartens vor. Er sprach von einer guten Nachbarschaft zwischen Kirche und der Einrichtung der Awo.

100 Jahre im Kloster

Zu Gast waren auch die Oberzeller Schwestern. Die Franziskusschwestern lebten über 100 Jahre im Kloster. Sie pflegten die Kranken und den Garten. Im Kloster war auch der Kindergarten untergebracht, den viele Generationen Rattelsdorfer Kinder besuchten.

MdB Andreas Schwarz (SPD) sprach anerkennend vom Engagement der Awo. Hier werde sehr sorgsam mit dem Erbe an Kulturgütern umgegangen und dieses Erbe für nachfolgende Generationen erhalten. Die Awo habe einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Kulturgüter im Landkreis Bamberg geleistet, würdigte Landrat Johann Kalb die Sanierung und die Öffnung des Klostergartens zum Garten der Begegnung.

Hohe Denkmaldichte

Das sei ein Umbruch und treffe damit das Motto des heutigen Tags des offenen Denkmals: "Modern: Umbrüche in Kunst und Architektur."

Bei der Denkmaldichte liege Rattelsadorf auf Platz drei im Landkreis. Die Gemeinde sei sehr bemüht ihre Denkmäler und Monumente zu erhalten, unterstrich Bürgermeister Bruno Kellner (VU). Diese Bemühungen konnte er mit dem nächsten Objekt, dem Gemeinde-Torhaus, anschaulich zeigen.

Investiert wurde hier gut eine Million Euro. Zuschüsse kamen etwa vom Amt für Ländliche Entwicklung, der Oberfrankenstiftung, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, vom Landkreis und der Denkmalpflege. Das stark baufällige Gebäude wurde in den Jahren 2012 bis 2018 entkernt und erneuert. In seiner heutigen Form stammt das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert.

Deontologische Untersuchungen von alten Balken im Fundament ergaben 2017, dass hier bereits 1446 ein Gebäude stand. Heute ist ein Vereinszimmer im Torhaus untergebracht und es sollen Ferienwohnungen eingerichtet werden. Fototafeln von Manfred Jungkunz informierten die Besucher über die Sanierungsarbeiten.

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