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Klinikpersonal hat Probleme

Der Vorstand der Arbeitnehmerunion der CSU (CSA) im Landkreis Kronach hat sich mit Betriebsratsvorsitzendem Manfred Burdich und stellvertretendem Betriebsratsvorsitzenden Robert Pötzinger zu Gespräche...
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Der Vorstand der Arbeitnehmerunion der CSU (CSA) im Landkreis Kronach hat sich mit Betriebsratsvorsitzendem Manfred Burdich und stellvertretendem Betriebsratsvorsitzenden Robert Pötzinger zu Gesprächen über die Arbeitsbedingungen und Zukunft der Arbeitnehmer in der Helios Frankenwaldklinik getroffen. Der Kreisvorsitzende der CSA im Landkreis Kronach, Jörg Schnappauf, informierte sich mit Heinz Hausmann und Albert Gwosdek über die Probleme Arbeitnehmer in der Helios Frankenwaldklinik und hat versucht, mit dem Betriebsrat Lösungen zum Wohl des Personals zu finden.

Manfred Burdich machte auch darauf aufmerksam, dass sich in seiner Amtszeit als Arbeitnehmervertreter mit Philipp Löwenstein der 18. Geschäftsführer für das Haus verantwortlich zeige. "Wir brauchen eine Geschäftsführung mit innovativen Ideen. Wir brauchen Querdenker und wir brauchen vor allem auch Menschen in der Entscheidungsebene, die eigene Entscheidungen treffen können" so der Betriebsratsvorsitzende. Das Handlungsfeld der Geschäftsführung sei offensichtlich so eingeschränkt, dass selbst bei alltäglichen Entscheidungen "Berlin" eingebunden werden müsse.

Diese Verfahrensweise hemme die Klinik permanent in deren Weiterentwicklung und erschwere den Alltag enorm, monierte Burdich. "Es ist verständlich, dass oft im Sinne des Helios Konzerns gehandelt wird oder werden muss. Aber wer sein Personal vernachlässigt und damit sein Haus nicht ordentlich bestellt, wird auf Dauer keine Zukunft haben", ergänzt Schnappauf. "Auch das Outsourcing funktionierender Bereiche in der Klinik ist ein fataler Irrweg."

"Wie könnten innovative Ideen aussehen?" wollte Heinz Hausmann wissen. "Mit einer Palliativstation wie es sie in etlichen Kliniken bereits seit Jahren gibt zum Beispiel. Damit können Menschen in Würde auch im Krankenhaus auf ihrem letzten Weg begleitet werden und die Angehörigen in einem würdigen Rahmen Abschied nehmen" erläuterte Burdich. "Auch ein garantierter Heimpflegeplatz nach Entlassung aus der Klinik ist ein Problem, das leider oft vergessen wird", machte Pötzinger aufmerksam. "Die Menschen müssen auch nach der Behandlung im Krankenhaus weiter versorgt werden."

Auf Nachfrage Schnappaufs, ob die Betriebsräte meinten, dass die Frankenwaldklinik auch dann wirtschaftlich arbeiten könne, falls wieder genug Ressourcen in Personal investiert würden, entgegneten Burdich und Pötzinger, dass die Frankenwaldklinik sehr wohl zu Zeiten, als der Betreiber noch die Rhönkliniken waren, wirtschaftlich gearbeitet habe. "Allerdings nicht mit einer so hohen Gewinnmarge, wie es Helios erwartet", betonte Burdich. red

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