Coburg
friedensdekade

Klimaschutz und Frieden hängen zusammen

Immer an den letzten Tagen des Kirchenjahres laden Christen, Juden, Moslems und Buddhisten in Coburg, in Deutschland und Europa zur Friedensdekade ein. Die Idee stammt ursprünglich aus den Niederlande...
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Immer an den letzten Tagen des Kirchenjahres laden Christen, Juden, Moslems und Buddhisten in Coburg, in Deutschland und Europa zur Friedensdekade ein. Die Idee stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Seit 1980 verband die Friedensdekade evangelische und katholische Christen aus den damals noch staatlich getrennten Teilen Deutschlands.

Seit 1990 wird gemeinsam für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung gebetet. Und immer mehr Gläubige anderer Religionen jenseits des Christentums sind auch mit dabei.

In Coburg tritt die Arbeitsgemeinschaft Interreligiöser Dialog formell als Veranstalter auf. Unter diesem Dach versammeln sich unter anderem die beiden großen christlichen Kirchen, die alt-katholische Kirche, die Jüdischen Gemeinden in Bamberg und der Türkisch-Islamische Verein (DITIB) in Coburg.

Das Thema "Friedensklima" vereint in diesem Jahr zwei wichtige Themenkomplexe. Das Motto möchte auf den Zusammenhang zwischen den Folgen des Klimawandels und der Gefährdung des Friedens aufmerksam machen. Die Frage dabei: Wie können klimabedingte Konflikte künftig verhindert werden?

Das Motto will auch auf die zunehmende Individualisierung und Polarisierung in der Gesellschaft aufmerksam machen. "Hate Speech" und "Fake News" machen sich breit. Eine positive Streitkultur schwindet; gegenseitiger Respekt und konstruktive Konfliktfähigkeit nehmen ab. Empathie und Mitmenschlichkeit werden selten.

Die Friedensdekade in Coburg wird am Sonntag, 10. November, um 17 Uhr mit einem Gottesdienst in der St.-Augustin-Kirche am Hofgarten eröffnet. Prediger ist Wolfgang Schürger, Beauftragter für Umwelt und Klimaverantwortung der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern. Hinterher besteht im Pfarrzentrum St. Augustin Gelegenheit zu Begegnung und Gespräch und leiblicher Stärkung.

Zur Kasse gebeten

Ein eher provokantes Thema hat sich Joachim Schneider von der Aktion "pax christi" mit seinem Team am Mittwoch, 13. November, um 19.30 Uhr ebenfalls im Pfarrzentrum St. Augustin vorgenommen: "Wir beten für den Frieden und zahlen für den Krieg". Der deutsche Steuerzahler wird für Auslandseinsätze der Bundeswehr oder die Stationierung US-amerikanischer Atomwaffen zur Kasse gebeten. Wie kann man auf dem Weg zu einer ausschließlich zivilen Verwendung von Steuergeldern weiterkommen? Die gemeinsame Veranstaltung von Katholischer und Evangelischer Erwachsenenbildung kostet 5 Euro Eintritt. Schüler und Studenten sowie ALG-II-Empfänger müssen nichts bezahlen.

Am Sonntag, 17. November, dem Volkstrauertag, gibt es um 15 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche ein "Multireligiöses Gebet", das Christen, Juden, Moslems und Buddhisten in der Bitte um den Frieden vereint. Es schließt sich eine Teerunde mit der Möglichkeit zum Gespräch an.

Außerhalb der eigentlichen Friedensdekade laden die Stadt Coburg und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zur Gedenkfeier am Volkstrauertag ein. Beginn ist um 10 Uhr in der ehemaligen Hofkirche im Schloss Ehrenburg.

Daran schließen sich Kranzniederlegungen im Kriegerdenkmal in den Arkaden am Schlossplatz und an verschiedenen Gedenkstätten auf dem Glockenbergfriedhof an. mako

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