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Kommunalwahlen

"Klimakrise gemeinsam bewältigen"

Zum Jahresauftakt trafen sich die Kandidatinnen und Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen zur bevorstehenden Wahl, um ihre politischen Ziele zu formulieren. Dagmar Keis-Lechner, Spitzenkandidatin auf d...
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Zum Jahresauftakt trafen sich die Kandidatinnen und Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen zur bevorstehenden Wahl, um ihre politischen Ziele zu formulieren. Dagmar Keis-Lechner, Spitzenkandidatin auf den Listen für Stadtrat und Kreistag, betonte, ihr Ziel sei es, lokale Maßnahmen zur Klimakrisen-Bewältigung zu entwickeln, zu etablieren und die dazu notwendige Kommunikation zu forcieren. "Sie muss positiv sein und damit Hass, Hetze, Ausgrenzung und Rassismus überflüssig machen."

Das schaffe sie aber nicht alleine. Daher bitte sie alle demokratischen Mitbewerber, mit ihr zusammen den Menschen die Angst vor Veränderung zu nehmen. Größere Angst als vor Veränderungen habe sie vor den prognostizierten Extremwetterereignissen, vor Wassermangel, vor innerörtlichen Verteilungskämpfen und einer noch nie dagewesenen Flüchtlingsbewegung.

Mehr Energie nötig

Es werde höchste Zeit, endlich den Ausbau regenerativer Energien nicht weiter zu verhindern. "Wenn wir gesellschaftlich und wirtschaftlich nicht zurückfallen wollen, brauchen wir weitaus mehr Energie."

Jetzt schon habe die mangelnde politische Kommunikation pro Energiewende dazu geführt, dass die Akzeptanz in der Bevölkerung rapide gesunken sei. "Wir haben die Verantwortung, die anrollende Klimakrise abzuwenden und geopolitische Kriege zu verhindern", so Dagmar Keis-Lechner.

Managementsysteme für den Klimawandel habe sie als Umweltberaterin in der Wirtschaft schon etabliert und erprobt. Sie seien - konsequent angewendet - geeignet, um lokales Handeln zu steuern. "Hierzu müssen wir unseren CO2-Verbrauch ermitteln, uns konkrete und messbare Ziele geben, die wir mit geeigneten Maßnahmen umsetzen. Die Effektivität wird jährlich überwacht und gegebenenfalls nachjustiert."

Weitere Vorschläge der Kandidatinnen und Kandidaten waren u.a. schulische und außerschulische Betreuung, Integration und gesunde Ernährung. Die Kinderbetreuungsmöglichkeiten vom Klein- bis zum Schulkind müssten nicht nur ausreichend vorhanden sein, sondern auch an die Bedürfnisse schichtarbeitender Eltern angepasst werden. Eine bessere Zusammenarbeit mit den Musikschulen und Sportvereinen der Region bezüglich der Nachmittagsbetreuung von Schulkindern würde sich nicht nur positiv auf intellektuelle, emotionale und motorische Fähigkeiten und die Gesundheit auswirken, sondern könnte die Eltern sogar in der Organisation der Freizeitgestaltung der Kinder unterstützen. Die Umstellung auf gemüsegeprägtes regionales Bio-Essen in Schulen und Kindergärten würde sich positiv auf die Gesundheit auswirken und aktiv ein Bewusstsein für unsere Lebensmittel und deren Herkunft erzeugen, so die Vorschläge. Auch das Aufstellen von Trinkbrunnen wegen zunehmender Hitzeperioden im Sommer gehört dazu.

Neuer Nahverkehrsplan

Kreisrat Claus Gumprecht ergänzte, dass " nur durch unseren Antrag zur Verbesserung des ÖPNV ein neuer Nahverkehrsplan auf Kreisebene erstellt worden ist". Bei einer besseren finanziellen Ausstattung seitens des Landes biete er eine gute Grundlage, "den ÖPNV zu einer wirklichen Alternative heranreifen zu lassen".

Die Einstellung eines Kulturreferenten für die Stadt, eine gute Beschilderung, ein Fuß- und Radweg entlang des Mainverlaufs durch die Stadt und eine Einkaufsdatenbank waren weitere Vorschläge.

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