Lichtenfels

Klimagipfel auf Kloster Banz siegt

Der Lichtenfelser Fotoclub kürte das "Bild des Monats Januar 2020". Mitglied Peter Müller gelang durch eine außergewöhnliche Perspektive eine Aufnahme, die zunächst teilweise für eine Fotomontage gehalten wurde.
Artikel drucken Artikel einbetten
"Klimagipfel auf Kloster Banz" heißt das "Bild des Monats Januar 2020 " des Lichtenfelser Fotoclubs.  Foto: Peter Müller
"Klimagipfel auf Kloster Banz" heißt das "Bild des Monats Januar 2020 " des Lichtenfelser Fotoclubs. Foto: Peter Müller

Bei seinem ersten Zusammentreffen im neuen Jahr hat der Lichtenfelser Fotoclub das "Bild des Monats Januar 2020" gekürt. Dabei standen wieder einmal Aufnahmen aus den verschiedensten Bereichen der Fotografie zur Auswahl.

Im Einzelnen wurden teils sehr imposante Abbildungen aus den Kategorien der Porträt- und der Landschaftsfotografie präsentiert. Aber auch geistliche Themen wie die Weihe der neuen Glocken für die Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen durch den Erzbischof Ludwig Schick sowie aus dem Sektor der Tierfotografie diverse Ablichtungen der Raupe des Buchen-Streckfußes (Calliteara pudibunda), auch Buchenrotschwanz genannt, waren zu sehen.

Ihren Namen erhielt diese Raupe aufgrund eines roten Haarpinsels am Hinterleib ihres neongrünen Körpers. Zudem trägt sie eine auffällige, sehr dichte neongelbe Behaarung und ist nur sehr selten aufzufinden. Folglich erhielten diese Bilder von den Anwesenden einen hohen Zuspruch.

Des Weiteren wurden beeindruckende Nachtaufnahmen gezeigt, auf denen die stimmungsgeladene Farbenpracht in der Übergangszeit von der späten Dämmerung zur tiefen Nacht gekonnt in Szene gesetzt wurde.

Ebenso wurde bei einigen Aufnahmen besonders auf den Einsatz einer nicht gerade alltäglichen Perspektive zu dem abzubildenden Motiv geachtet, um somit dem Ganzen noch eine besondere Wirkung hinsichtlich der Interpretation der Bildaussage verleihen zu können.

Abgerundet wurde die Darbietung mit Fotos aus den Bereichen der Seifenblaseninstallation sowie mit Bildnissen aus der Triker-Szene, die mit Hilfe der "Mitzieh-Technik" realisiert und somit mit großem Detailreichtum des Hauptmotivs sowie einem weichen Bokeh im Hintergrund gekonnt umgesetzt wurden.

Als "Bild des Monats Januar 2020" wurde schließlich einstimmig eine Aufnahme von Kloster Banz gekürt, die von Fotoclub-Mitglied Peter Müller angefertigt worden war. Obwohl anfangs ein Teil der Juroren diese Abbildung für eine fachmännisch ausgeführte Fotomontage gehalten hatte, konnte der Fotograf Peter Müller alle Anwesenden eindrucksvoll davon überzeugen, dass es sich bei dem betreffenden Bild um eine reale "Einzelaufnahme" handelt.

Das Geheimnis des vorliegenden Arrangements von den zahlreichen Windrädern, die unmittelbar hinter dem Gebäudekomplex von Kloster Banz zu stehen scheinen, liegt einzig in der Wahl des richtigen Blickwinkels. "Die richtige Perspektive ermöglicht erst den Übergang in eine neue Dimension der Fotografie", lautet das Credo des Fotografen.

Anspruchsvolle Umsetzung

Aufgrund der Einzigartigkeit der Komposition dieses Motivs ist aller Wahrscheinlichkeit nach davon auszugehen, dass ein vergleichbares Foto in dieser Form bisher noch nicht veröffentlicht wurde. Für die Umsetzung der gewünschten Komposition waren für den Fotografen neben dem benötigten Equipment und der akribischen Suche nach der idealen Position zum Fotografieren, die erst diese außergewöhnliche Perspektive ermöglichte, allerdings auch noch weitere "Rahmenbedingungen" gleichzeitig in Einklang zu bringen. Da allerdings zwei dieser Faktoren die allgemeine Wetterlage sowie die aktuelle Windrichtung sind, auf die man bekanntlich keinen Einfluss hat, wurde der Aufwand dadurch noch anspruchsvoller für die Realisierung des geplanten Vorhabens.

Bei der Betrachtung der prämierten Aufnahme bleibt es jedem selbst überlassen, wie er diese interpretiert. Ein guter Ansatz hierfür wäre allerdings die nicht zu verleugnende Tatsache, dass die immer größer werdende Klimaproblematik nicht nur als etwas Abstraktes wahrgenommen werden sollte, sondern vielmehr als äußerst dringliches Umweltthema auch in unserer Region einzuordnen ist. red

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren