Wolfsberg

Kletterunfall am "Zehnerstein"

An einem Kletterfelsen bei Wolfsberg wurden ein 35-Jähriger und eine 28-Jährige von Felsbrocken getroffen. Die Frau wurde lebensgefährlich verletzt. Beide waren bewusstlos. Bergwachten und Rettungshubschrauber waren vor Ort.
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Der Unglücksort "Zehnerstein" im Trubachtal bei Wolfsberg  Archivfoto: Franz Galster
Der Unglücksort "Zehnerstein" im Trubachtal bei Wolfsberg Archivfoto: Franz Galster
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Am Samstag zur Mittagszeit ist es in Wolfsberg am Kletterfels "Zehnerstein" zu einem schweren Kletterunfall gekommen. Dabei wurden zwei Kletterer schwer verletzt.

Eine 28-jährige Frau aus München sicherte laut Bericht der Polizeiinspektion Ebermannstadt hierbei ihren 35-jährigen Kletterpartner, der sich in circa zehn Metern Höhe am Fels bewegte. Bei einem Griff löste sich ein etwa 40 Zentimeter großer Felsbrocken, welcher dem Kletterer anschließend gegen die Brust schlug. Der Mann wurde hierdurch in der Seilbremse hängend ohnmächtig.

Ein faustgroßes Felsstück fiel nach unten und traf die sichernde Kletterin ohne Schutzhelm seitlich am Kopf, wodurch diese ebenfalls bewusstlos wurde.

Durch anwesende Zeugen wurden der Rettungsdienst und Polizeikräfte der Polizeiinspektion Ebermannstadt verständigt.

Die beiden Kletterer wurden daraufhin geborgen und erlitten schwere, die Frau sogar lebensgefährliche Verletzungen. Unter Einsatz eines Rettungshubschraubers wurden die Verletzten in verschiedene Kliniken gebracht und medizinisch versorgt.

Im Einsatz waren die Bergwacht-Bereitschaften aus Erlangen, Forchheim, Pottenstein und Fürth. Ebenfalls im Einsatz waren zwei Rettungswagen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Gräfenberg, der Notarzt des ASB, Einsatzleiter Rettungsdienst sowie der Rettungshubschrauber "Christoph 27".

Wie die Bergwachten Forchheim und Fürth berichten, wurden sie gegen 12.10 Uhr zu dem Einsatz alarmiert. Meldebild war ein abgestürzter Kletterer nach Steinschlag am "Zehnerstein". Vor Ort stellte sich heraus, dass zwei Kletterer verletzt waren. Die Erstversorgung erfolgte durch die Bergwacht Fürth, bis der Notarzt und der Rettungsdienst vor Ort waren.

Die Kletterin war schwer verletzt. Sie wurde mithilfe der Rettungswinde des Rettungshubschraubers und eines Bergwachtluftretters nach oben gezogen. Nach einer Zwischenlandung auf dem Sportplatz in Wolfsberg wurde die Verunglückte in das Krankenhaus geflogen.

Der zweite Kletterer konnte selbstständig in Begleitung durch die Bergwacht zum Rettungswagen absteigen. Die Bergwachtler der Bergwachten Forchheim, Erlangen und Pottenstein transportierten Material zum und vom Fels und bereiteten das Areal um den Fels für die Seilwinde vor. red

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