Rattelsdorf
Renovierung

"Kleinod" Marien-Feldkapelle und Kreuz erstrahlen in neuem Glanz

"Noch vor Jahren war diese Feldkapelle in einem Zustand, dass ich keinen Pfennig für ihren Erhalt gegeben hätte", sagt Pfarrer Reinhold Braun bei der feierlichen Segnung der restaurierten Marien-Feldk...
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Feierliche Segnung der Kapelle mit Bürgermeister Kellner und Pfarrer Reinhold Braun  Foto: Renate Neubecker
Feierliche Segnung der Kapelle mit Bürgermeister Kellner und Pfarrer Reinhold Braun Foto: Renate Neubecker

"Noch vor Jahren war diese Feldkapelle in einem Zustand, dass ich keinen Pfennig für ihren Erhalt gegeben hätte", sagt Pfarrer Reinhold Braun bei der feierlichen Segnung der restaurierten Marien-Feldkapelle und des Kreuzes. Aus der restaurierten Marien-Kapelle mit der Lourdes-Grotte und dem restaurierten Kreuz ist zusammen mit der Infotafel ein Schmuckstück geworden.

Der Pfarrer sprach von einem zerrissenen Europa, das gerade in der heutigen Zeit den Schutz und die Fürsprache Mariens brauche. Bürgermeister Bruno Kellner bezeichnete das Ensemble als Kleinod. Er hob das enorme finanzielle Engagement hervor, dass die Familie Frey für die Restaurierung aufgebracht habe. Bei Kosten von 47 000 Euro zahlten sie den Löwenanteil. Spenden kamen unter anderem von der Jagdgenossenschaft und vom Markt Rattelsdorf. Der Dank des Bürgermeisters galt dem Bauhof, der die Gestaltung des Umfelds übernahm. Er lobte die Firma ProDenkmal für die fachkundige Restaurierung. Für die Organisation der anschließenden Feier im Dorfgemeinschaftshaus bedankte er sich bei den Höfener Frauen, die von ihren Männern unterstützt wurden.

Wolfgang Frey, Geschäftsführer der Firma ProDenkmal, informierte über die Restaurierungsmaßnahmen und die Geschichte der Feldkapelle. Die Kapelle sei zwar nicht Notre Dame, aber ebenfalls der Gottesmutter gewidmet. Für seine Mutter, die 30 Meter entfernt von der Kapelle aufgewachsen sei, sei die Restaurierung ein Herzensanliegen gewesen. Sein Vater habe die Grotte für die Marienstatue gestaltet.

Historische Farbgebung

Laut Alfred Schelter vom Landesamt für Denkmalpflege ist die Kapelle im 17. Jahrhundert errichtet worden. Nach dem Dreißigjährigen Krieg und nach der Gegenreformation seien in der Region sehr viele Kapellen gebaut worden. Bei der Höfener Kapelle ist unter alten Putzschichten die alte Gestaltung wieder zutage getreten. Ausgebessert wurde die deutliche Neigung nach hinten. Jetzt präsentiere sie sich wieder in historischer Farbgebung, so Frey.

Der Gesangverein "Liederkranz" mit Chorleiter Raimund Schmitt umrahmte die Segnung mit Marienliedern. Der Trompeter Johannes Trunk stimmte zum Schluss die Europa-Hymne an.

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