Schirnaidel

Kleinod im 80-Seelen-Ort

Die Volkshochschule lädt ein zur "Gscheit-gut"-Wanderung von Schirnaidel über Weigelshofen zum Schießberg. Kulturreferent Toni Eckert und Autor Johannes Wilkes sind Begleiter.
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Der rechte Altar in der Barockkirche St. Johannes der Täufer in Schirnaidel zeigt die hl. Katherina flankiert vom hl. Martin und hl. Georg.  Foto: Eduard Nöth
Der rechte Altar in der Barockkirche St. Johannes der Täufer in Schirnaidel zeigt die hl. Katherina flankiert vom hl. Martin und hl. Georg. Foto: Eduard Nöth

Die erste Wanderung der Volkshochschule (VHS) Forchheim und des Regionalküchenprojekts "Gscheit gut" des Michael-Müller-Verlags Erlangen in diesem Semester startet am Samstag, 28. September. Die Strecke führt von Schirnaidel über Weigelshofen zum Schießberg.

Die Leitung liegt in den bewährten Händen des Forchheimer Kulturreferenten Toni Eckert. Als begleitender Autor konnte Johannes Wilkes gewonnen werden.

Regionale Küche

Die Wanderung beginnt an der Kirche in Schirnaidel. Zunächst wird dieses einzigartige Kleinod des Spätbarocks besichtigt. Danach führt der Weg nach Weigelshofen. Mittagessen aus der Regionalküche nach dem Motto "gscheit gut" ist im Gasthof Pfister in Weigelshofen mit einer Lesung des Autors Johannes Wilkes. Anschließend führt die Route hinauf zum Schießberg. Auf dem kleinen Inselberg stand im Frühmittelalter eine der ältesten Burganlage der Region, später stand ein Aussichtsturm auf der Spornspitze. Im Anschluss geht es wieder zurück nach Schirnaidel.

Anmeldungen

Anmeldungen sind möglich bis zum Freitag, 27. September, unter www.vhs-forchheim.de im Internet oder unter Telefon 09191/861060. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr in Schirnaidel (zum Parken wird eingewiesen), Gehzeit: dreieinhalb Stunden, Rückkehr gegen 17 Uhr, Preis 21 Euro.

Kaum jemand vermutet in dem kleinen Ort Schirnaidel mit seinen 80 Einwohnern so ein beeindruckendes Bauwerk. Doch die Kirche St. Johannes der Täufer ist ein echtes Juwel des Spätbarocks. Sie wurde im Jahr 1720 geweiht und ist bis heute bestens erhalten. Unverputzter Sandstein, schmucke Steinfiguren und ein prächtiger Altar machen sie zu einem lohnenswerten Ziel. Zu verdanken hat die kleine Gemeinde den Bau der Kirche ihrem Einwohner Johann Georg Pfister (1656 bis 1718), der in Bamberg als fürstbischöflicher Kanzlist arbeitete und durch seine Heirat zu großem Vermögen kam. Am 24. Juni 2020 feiert die Kirche ihren 300. Weihetag. Eine weitere "Gscheit-gut"-Autorenwanderung findet am Samstag, 26. Oktober, von Neunkirchen am Brand nach Marloffstein mit der Autorin Katharina Down statt. red

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