Bad Staffelstein

Kleinkunstbühne geht auf Tour

Wegen Umbau und Sanierung der "Alten Darre" hält die Kulturinitiative Staffelstein ihre Veranstaltungen für etwa ein Jahr in anderen Räumlichkeiten ab. Den Auftakt macht am 23. November eine audiovisuelle Schau in der Adam-Riese-Halle.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bizarre Sandstein-Formationen erlebten Brigitte und Frank Gorille in den USA.
Bizarre Sandstein-Formationen erlebten Brigitte und Frank Gorille in den USA.
+2 Bilder

Eine Kleinkunstbühne geht auf Wanderschaft. Die "Alte Darre" in Bad Staffelstein steht für die Kulturinitiative (KIS) bis auf Weiteres nicht mehr zur Verfügung.

"Wir wollen den anstehenden Umbau- und Sanierungsarbeiten nicht im Wege stehen", sagte KIS-Vorsitzender Hermann Hacker bei einem Gespräch mit unserer Zeitung. Geplant sei die Vergrößerung der Spielstätte, und dank einer Rampe sollen künftig auch Gehbehinderte in den Genuss kultureller Veranstaltungen kommen. Komplett ersetzt werden müssten die Heizungsanlage und die Elektro-Installation. Ein Jahr werde man sich wohl gedulden müssen.

"Trotzdem sollen die beliebten Veranstaltungen weiterhin stattfinden", erklärte Hacker. "Die Kunst darf in Bad Staffelstein keine Pause machen." Daher suche man nach geeigneten Räumlichkeiten. Fündig geworden sei man im Foyer der Adam-Riese-Halle. Dort werde am Freitag, 23. November, ab 19.30 Uhr der Audi-Video-Treff Obermain eine spektakuläre audiovisuelle Schau der Superlative präsentieren, versprachen Rosi Jöhrig, Eugen Schneiderbanger und Siegfried Mischke vom Arbeitskreis Fotografie der Kulturinitiative Staffelstein.

Abseits der üblichen Routen

"In 90 Minuten werden 20 Amateurfotografen, die mehr aus ihren Bildern machen wollen, ihre Impressionen zu den verschiedensten Themen zeigen", erläuterte Schneiderbanger. Am meisten werde sicherlich im Urlaub fotografiert.

Brigitte und Frank Gorille aus Altenkunstadt besuchten die bizarre Sandstein-Formation im Vermilion Cliffs National Monument in Nordamerika. Ihr Führer wählte einen schweißtreibenden Weg abseits der üblichen Routen. Traumhafte Aufnahmen entstanden in der außergewöhnlichen Felsformation.

Longsheng im Süden Chinas liegt in der Gebirgsregion ungefähr 115 Kilometer nordöstlich der Bezirkshauptstadt Guilin. Die Reisterrassen wurden zuerst in der Yuan-Dynastie ungefähr vor 800 Jahren angelegt. Die natürliche Schönheit und die traditionellen vielfältigen Kulturen, geschaffen von den eingeborenen Minderheiten, ziehen die Touristen aus der ganzen Welt an. Raimund Göhlich aus Bad Staffelstein gehörte auch dazu. Nicht nur einzigartige Landschaften hat er dort fotografiert, sondern auch die längsten Haare der Welt.

Weitere Reisebeiträge führen nach Schottland, in die Normandie und in die Provence. Andere Fotografen erzählen mit ihren Bildern Geschichten. Jan Tuinman aus den Niederlanden besuchte einen geheimnisvollen Friedhof. In seiner Show "Horror and suspence" passiert vieles, und es gibt Überraschungen, die man nie erwartet hätte ...

Ein magischer Wald

Im Automuseum fotografierte André Hartensveld nicht nur die Oldtimer, sondern auch andere Objekte, die aus vergangenen Zeiten stammen. Die Schau Classic Mobiles zeigt kreative Bild-Kompositionen.

Ein anderes Bild, nicht in Alaska aufgenommen, sondern in den Niederlanden, in einem kleinen Naturschutzgebiet in der Nähe von Rotterdam, zeigt einen Auerochsen in verschneiter Landschaft. Der Autor bekam beim nationalen AV-Festival in den Niederlanden den Publikumspreis.

"Irgendwo im alten Europa ist ein magischer Wald. Er nennt sich ,The cathedral forest‘. Ein Tier zeigte mir den Weg, ich folgte ihm, und ich betrat eine andere Dimension." So führt der Belgier André Teyck in seine Show ein. Wie kein anderer verschmilzt er Natur und Architektur zu einer unvergleichlichen Symbiose. Unter über 80 Einsendungen zum internationalen Wettbewerb "Challenge 321" errang er die Goldmedaille.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren