Mitwitz

Kleine Furzkunde bei den "Krouha"

Der Büttenabend in Mitwitz strapazierte die Lachmuskeln.
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Ein Bett auf der Bühne: Beim Büttenabend der Mitwitzer "Krouha" durfte auch der Bürgermeister dort einmal Probe liegen. Foto: Maria Löffler
Ein Bett auf der Bühne: Beim Büttenabend der Mitwitzer "Krouha" durfte auch der Bürgermeister dort einmal Probe liegen. Foto: Maria Löffler

Wenn "Krouha" um überdimensionierte Tampons schwirren und der Bürgermeister sich über einen "schönen Furz" freuen kann, dann ist Büttenabend in Mitwitz. Am Rosenmontag tönte wieder ein lautes: "Mimetz za za" durch die alte Turnhalle und die "Nesthocker" taten das, wofür sie gekommen waren: sie hockten.

Bunt war es mal wieder beim Büttenabend. Zwar mit kleinen Aussetzern, aber liebenswert und herzlich. Das Programm moderierten "Oberkrouha" Sabine Sander und Bürgermeister Hans-Peter Laschka.

Und der hatte seinen ganz eigenen Auftritt mit gleich mehreren "Krouha" in seinem Bett. Als "Fünferlei" waren die Musiker (Maximilian und Christopher Knauer, Raimund Oetter und Sebastian und Hans-Peter Laschka) gekommen und sangen zur Melodie vom "Vogelbeerbaum" ihre ganz eigenen Strophen: "Der schönste Markt ist der Markt Mitwitz", "Das Obere Schloss ist kein Vorhängeschloss", "Ist Wasser im Schloss ist's ein Wasserschloss", oder "Faulster Meister ist der Bürgermeister."

Als Zugabe holten sie das Lied vom Furz hervor, das in plastischen Worten den Genuss desselben beschreibt: "Es gibt die kurzen und die langen, die lauten und die leisen und die mit Material. Bei uns wird gefurzt wie überall."

Ähnlich anschaulich auch der musikalische Beitrag von Andrea Gregor-Nowak, die ein "Lied über die Menstruation" trällerte, denn "Lieder über die Liebe gibt es ja schon." Und auch, wenn sie sich wie "rotes Ragout" fühlte und durch einen überschwemmten Tampon immer wieder in peinliche Situationen geriet, war sie stolz aufs "Zeichen ihrer Fruchtbarkeit."

Danach informierte sie die Zuschauer über die anstehende "Menstruationstagung Panta rhei (übersetzt: in unaufhörlicher Bewegung) - alles fließt." Im Raum 34 werden da beispielsweise T-Shirts mit der Tampon-Druck-Methode gestaltet oder es findet im Raum 35 der Musikkreis mit "Lieder im Monatszyklus" statt.

Wer einen der Kronacher Büttenabende besucht hatte, der kannte ihn schon, den "genervten und total unzufriedenen Teenager." Anna Jakob hatte erneut ihren Rucksack umgeschnallt und war nach Mitwitz gekommen. Hier erzählte sie, wie sie an ihrer ganz persönlichen Work-Life-Balance zu arbeiten gedenkt: "Vormittags Kopf auf die Schulbank, nachmittags Füße auf den heimischen Tisch." Ihr "na Prost, Mahlzeit und danke auch" kam auch beim "Krouha"-Büttenabend total gut an.

Warum in Mimetz "a Vouchlscheuch" "Krautspübel" heißt, dieses Geheimnis deckte Gerda Hannweber zwar nicht so ganz auf, aber das tat ihrer Rolle als Holzarbeiter keinen Abbruch. Die Nummer "Zwei Holzarbeiter" setzte nicht auf viele Worte, sondern eher auf Mimik und Gestik. So musste sie ihren Mund kaum aufmachen, um Lachsalven auszulösen.

"Liebe an Eielikö als go kan Eisprung." Um Intimitäten drehte sich auch der Auftritt von Iris Busch und Kirsten Kolb, die als "Die Schwestern" in den Saal zogen. Sie zauberten Diätschnaps hervor und erzählten von der neuesten Peinlichkeit: Glitzer- statt Intimspray beim Frauenarzt. Ihr Beitrag drehte sich auch um "frecha Frisuren untenrum" und um "eine blondierte Landebahn als Einflugschneise für den suchenden Mann."

Thea Hämmerlein und Bärbel Rottmann kamen als lebende Blumen und betitelten sich als "Die zwei totalen Floralen". Ihr Problem: Sie suchten ein Präsent für "Eddi" Edmund Stoiber zu seinem Geburtstag. Nicht rosten und nichts kosten dürfe es, halt irgendwas mit Blumen sollte es sein. "Das eine zu groß, das andere zu klein, das nächste passt auch quer nicht in den Mini rein."

Seitenhieb

Den Abschluss als Redner machte der Töll, der den "Mimetzern aufs Maul schaut". Tobias Gentzsch freute sich über das erste "Wellnessklo" in Miwitz und klärte über die ureigenste Zeitrechnung auf. Und mit Blick auf Ingo Cesaro: "Die Vogelscheuche gehört zu den bedrohten Arten."

Getanzt hat die "Rheinische Garde" (Dance4 fun) unter der Leitung von Bettina Witter, die auch die Ranzengarde unter ihrer Fuchtel hatte.

Die "Öllmaledich" zeigten unter der Regie von Sabine Müller, wie gut man in Strumpfhosen aussehen kann.

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