Laden...
Altenkunstadt

Kleine Forscher verblüffen

Die Kathi-Baur-Kindertagesstätte in Altenkunstadt erhielt jetzt eine neue Zertifizierungsplakette und darf sich für weitere zwei Jahre "Haus der kleinen Forscher" nennen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Wie man mit einem Stück Schnur und etwas Salz einen kleinen Eisbrocken aus dem Wasser holt, ohne sich dabei die Hände nass zu machen, demonstrierten Anton, Karim und Lukas bei einem Forschernachmittag für Kinder und Eltern. Foto: Bernd Kleinert
Wie man mit einem Stück Schnur und etwas Salz einen kleinen Eisbrocken aus dem Wasser holt, ohne sich dabei die Hände nass zu machen, demonstrierten Anton, Karim und Lukas bei einem Forschernachmittag für Kinder und Eltern. Foto: Bernd Kleinert

Deutschlandweit besitzen rund 4000 Kitas das Zertifikat "Haus der kleinen Forscher". Eine davon ist die Kathi-Baur-Kindertagesstätte in Altenkunstadt. "Der Titel und das Zertifikat, die uns 2013 von der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten gleichnamigen Stiftung verliehen wurden, gelten jedoch zeitlich nicht unbegrenzt. Man muss sie sich immer wieder neu verdienen", erklärt Einrichtungsleiterin Claudia Spieler. Und das haben Kinder und Erzieherinnen auch getan. Die Kita erhielt jetzt eine neue Zertifizierungsplakette und darf sich für weitere zwei Jahre "Haus der kleinen Forscher" nennen. Mit einem Forschernachmittag für Kinder und Eltern wurde der Erfolg gefeiert.

Die Erzieherinnen hatten im Turnraum lehrreiche Experimente vorbereitet, bei denen Eis und Schnee im Mittelpunkt standen. Lässt sich aus Eiswürfeln ein stabiler Turm bauen, der nicht gleich umfällt? "Nein, ist doch viel zu glitschig", meinten die "Großen". Dass es sehr wohl funktioniert, demonstrierten die Kinder: Sie streuten auf einen Eiswürfel etwas Salz. Das Eis begann zu schmelzen, und es bildete sich eine dünne Wasserschicht. Die kleinen Forscher setzten einen weiteren Eiswürfel darauf und drückten ihn fest. Der Wasserfilm gefror wieder - und die Eiswürfel klebten zusammen. Ein Vorgang, der mehrere Male wiederholt wurde, bis ein schlanker Eisturm entstanden war.

Nach dem gleichen Prinzip funktionierte das "Eis-Angeln". In einem großen Wasserbehälter schwammen Eisbrocken. Aber wie holt man die heraus, ohne sich die Hände nass zu machen? Auch bei diesem Versuch wurde das Eis mit Salz bestreut. "Wenn es etwas geschmolzen ist, legen wir das Ende einer Schnur darauf. Die gefriert fest, und dann können wir den Eisberg herausziehen", erklärten Anton und Lukas. Die Kinder stellten Eiskristalle her, malten mit eingefärbten Eiswürfeln und pressten mit Hilfe von Stempeln Tierspuren in den Schnee. "Da es aber nicht schneit, sorgt in diesem Fall Rasierschaum für die weiße Pracht", erzählte Erzieherin Manuela Deuber schmunzelnd.

Bei einem Welt-Tier-Puzzle erfuhren Kinder und Erwachsene, wo welche Tiere zu Hause sind und dass sich Eisbären und Pinguine wohl nie begegnen werden. Warum? "Weil die einen am Nordpol leben und die anderen am Südpol", wussten die Kinder.

Es wird weitergeforscht

Auch in den kommenden Monaten wird in der Kathi-Baur-Kindertagesstätte fleißig geforscht. "Wir gehen viel in den Wald und machen Erkundungsgänge durch die Natur. Außerdem haben wir eine Naturforschergruppe ins Leben gerufen, die sich künftig jeden Dienstagnachmittag trifft", berichtete Erzieherin Christina Köhlerschmidt.

Das Zertifikat "Haus der kleinen Forscher" erhält im Eingangsbereich der Kindertagesstätte einen Ehrenplatz.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren