Ebersdorf bei Coburg

Kleidung, so weit das Auge reicht

soziales  Aus den regelmäßigen Basaren des VdK-Ortsverbandes ist eine dauerhafte Lösung geworden: Ab Juni wird zweimal im Monat in der Hinteren Wilhelmstraße in Ebersdorf eine Kleiderkammer ihre Türen öffnen.
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von unserer Mitarbeiterin 
Alexandra Kemnitzer

Ebersdorf bei Coburg — Für die Veranstalter erstaunlich groß war der Andrang, als die Kleiderkammer des VdK-Ortsverbandes Ebersdorf-Frohnlach in der Hinteren Wilhelmstraße 6 eröffnet wurde. Wie eine Kleiderkammer funktioniert, erklärte dabei gleich einmal der VdK-Vorsitzende, Fredi Schmidt: "Je angefangene fünf Teile erheben wir einen Betrag von zwei Euro. Nach Abzug unserer Unkosten stellen wir der Gemeinde Ebersdorf den Erlös für Einwohner zur Verfügung, die eine Unterstützung dringend benötigen."
Nach dem Eröffnungstag freute sich Schmidt über das positive Echo aus der Bevölkerung. Eigentlich hatte der VdK-Ortsverband mit zwei bis drei Räumen geplant, die er bestücken wollten. Nun sind fünf Räume daraus geworden. "Ich hätte nicht gedacht, dass die Kleiderkammer so gut angenommen wird", sagte der VdK-Vorsitzende. Dankbar sei der Verein der Gemeinde für die Überlassung der Räume. "Ich danke meiner gesamten Vorstandschaft, die bereit war, mit mir diese Einrichtung ins Leben zu rufen", betonte der Vorsitzende.
Ab Juni hat die VdK-Kleiderkammer an jedem zweiten und vierten Freitag im Monat von 15 bis 17 Uhr geöffnet. An diesen Tagen werden auch Kleidungsstücke und Gegenstände zum Wiederverkauf entgegen genommen. Dazu werden in den nächsten Wochen am Eingangsbereich noch ein entsprechender Schriftzug sowie die Öffnungszeiten angebracht.
Der Ebersdorfer Bürgermeister Bernd Reisenweber (Bürgergemeinschaft) zeigte sich erfreut, dass es in Ebersdorf wieder eine Kleiderkammer gibt. So eine Einrichtung wurde schon einmal über viele Jahre hinweg von den Mitgliedern des örtlichen BRK-Marienvereins betrieben. Als dann die Aufnahmestelle schloss, war auch der Bedarf nicht mehr gegeben. "Deshalb fiel der Entschluss, den Betrieb einzustellen", erinnerte Reisenweber.
Der Ursprung der "neuen" Kleiderkammer war die Suche des VdK-Ortsverbandes nach nach Lagermöglichkeiten für die Kleidung und Gegenstände, die er bei seinem Basar anbietet. In Gesprächen mit dem Vorsitzenden, Fredi Schmidt, reifte beim Bürgermeister die Idee, wieder eine Kleiderkammer einzurichten. Schließlich sei ihm der Wunsch nach einer Kleiderkammer auch in Bürgerversammlungen immer wieder herangetragen worden. Da lag die Idee nahe, den VdK-Ortsverband mit einfachen Räumen zu unterstützen. Hinzu komme, dass nach wie vor Asylsuchende und Aussiedler in der Gemeinde wohnen, die dieses Angebot in Anspruch nehmen.

Drei Monate, die Sache läuft

Innerhalb von drei Monaten wurde die Idee in die Tat umgesetzt. In den vergangenen acht Wochen waren die Mitglieder dann rege beschäftigt und bestückten die einzelnen Räume in der Hinteren Wilhelmstraße.
Bernd Reisenweber betonte, dass die Kleiderkammer auch zur Schonung wertvoller Ressourcen beiträgt: "Gut erhaltene Kleidungsstücke, die zu schade für den Reißwolf sind, werden wieder in den Umlauf kommen." Der Dank des Bürgermeisters galt deshalb dem elfköpfigen Team für seinen ehrenamtlichen und zeitraubenden Einsatz. "Ich bin mir sicher, dass die abgegebenen Kleidungsstücke und Gegenstände hier hervorragend aufgehoben sind", betont der Bürgermeister.
Nachdem die VdK-Basare in der Vergangenheit auf große Resonanz stießen, passe die Kleiderkammer in das Konzept des Ortsverbandes. Nun bestehe mehrmals im Monat die Möglichkeit, sich mit Kleidung und Waren für wenig Geld zu versorgen. Nach wie vor werden auch Kleidungsstücke und Haushaltsgegenstände angenommen. Außerdem freut sich das Team über weitere Helferinnen und Helfer, die in diesem Bereich gerne ehrenamtlich tätig sein möchten.
Der stellvertretende Vorsitzende des Coburger VdK-Kreisverbandes, Horst Nikol, lobte die Initiative des VdK-Ortsverbandes: "Nicht jede Familie ist finanziell gut ausgestattet." Deshalb gehe er davon aus, dass Angebot schon bald rege angenommen werde.

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