Laden...
Tschirn
Kommunalwahl

Klaus Daum will Tschirns "Motor" werden

Endlich die Potenziale Tschirns ausschöpfen und mit Unterstützung von Förderprogrammen voranbringen: Die Zielsetzung der vor sechs Jahren gegründeten "Alternative für Tschirn" ist klar definiert. Bei ...
Artikel drucken Artikel einbetten
Die AfT hat am Freitagabend ihre Kandidaten für den Gemeinderat sowie Klaus Daum (Sechster von rechts) als Bürgermeister-Kandidat nominiert.  Foto: Heike Schülein
Die AfT hat am Freitagabend ihre Kandidaten für den Gemeinderat sowie Klaus Daum (Sechster von rechts) als Bürgermeister-Kandidat nominiert. Foto: Heike Schülein

Endlich die Potenziale Tschirns ausschöpfen und mit Unterstützung von Förderprogrammen voranbringen: Die Zielsetzung der vor sechs Jahren gegründeten "Alternative für Tschirn" ist klar definiert. Bei der Nominierungsversammlung zur Kommunalwahl im Gasthaus "Zum Büttner" erhielt Bürgermeister-Kandidat Klaus Daum 100 Prozent der abgegebenen Stimmen. Der Händler für Landmaschinen und Forstgeräte ist verheiratet und hat einen fast fünfjährigen Sohn. Mit ihm tritt eine Mannschaft aus 16 Kandidaten an. Zudem gibt es zwei Ersatzkandidaten (siehe Infokasten).

Als "bewegte, aber nicht bewegende Zeit" erachtete der Vorsitzende Michael Hader die nunmehr ablaufenden sechs Jahre im Tschirner Gemeinderat. Seine AfT-Kollegen Christian Alber, Werner Welscher, Erwin Daum und er seien ein eingeschworenes Team. Bei den Beschlussfassungen in den wenigen abgehaltenen Sitzungen habe man angesichts einer 5:4-Mehrheit der CSU jedoch nicht viel ausrichten können.

Gescheitert sei man auch mit dem Antrag auf Einführung eines Sitzungskalenders. Mit dem Ergebnis, dass 2019 gerade einmal vier Sitzungen stattfanden. Auch die vorgeschriebenen Bürgerversammlungen seien in den letzten drei Jahren nicht abgehalten worden. Zudem habe die Gemeinde trotz der aktuell hervorragenden Fördersituation noch kein einziges Förderprogramm in Anspruch genommen.

Aus den im Jahre 2014 "kurzfristig zusammengewürfelten" Mitstreitern sei eine starke Mannschaft mit über 40 Mitgliedern aller Altersstrukturen geworden. Im Herbst 2019 habe man mit der Suche nach geeigneten Kandidaten begonnen. Nach etwas holprigem Start, sei auf einmal die Liste schnell gefüllt gewesen. "Gemeinsam treten wir an, um Tschirn für die Zukunft zu rüsten", betonte Hader. Schnelles Handeln sei erforderlich; herrsche doch Investitionsstau ohne Ende, was unschwer im ganzen Ort zu erkennen sei.

"Viele offene Baustellen"

"Wir wollen gemeinsam etwas bewegen": Unter diesem Motto gab Klaus Daum einen Einblick in seinen Lebensweg sowie seine aktive Vereinstätigkeit. Der gelernte Kfz-Mechaniker schulte zum Automobilkaufmann um. Bereits 1992 gründete er zunächst nebenberuflich seine eigene Firma "Kfz-Handel/Landtechnik Daum", die er seit nunmehr zehn Jahren hauptberuflich führt. "Von der CSU bin ich ausgetreten, weil ich mich nicht mehr mit der Ortspolitik der CSU identifizieren konnte und in Tschirn nichts richtig vorwärtsgeht", erklärte der Bürgermeister-Kandidat, der seit 2014 dem Verein "Die Alternative für Tschirn e.V." der unabhängigen Wählervereinigung angehört. Seitdem werde er als Unternehmer und Gewebesteuerzahler bei Beschaffungsmaßnahmen der Gemeinde benachteiligt und bei Ausschreibungen nicht mehr angefragt.

"In Tschirn liegt einiges im Argen. Es gibt viele offene Baustellen", prangerte er an. Hierzu zähle das Mobilfunknetz, ein Zukunftskonzept für den Bauhof, die weitere Sanierung der Ortsstraße und ein Konzept für die "alte Schule". Diese offenen Baustellen möchte er über die Parteigrenzen hinweg erfolgreich bearbeiten und fertigstellen, wobei er vor allem den Ausbau des Mobilfunknetzes zügig vorantreiben will. Dabei setze er auf zukunftsweisende Konzepte und Projekte. Anstatt nur zu "reparieren", möchte er dafür sorgen, dass Zuschüsse aus staatlichen Fördertöpfen endlich auch in Tschirn ankommen.

Einsetzen möchte sich Daum auch für einen familienfreundlichen Schulweg sowie für die Jugend und junge Familien. Etwa durch die Einführung von Ferienprogrammen oder einem Begrüßungsgeld. Für und mit den Senioren möchte er ein attraktives Freizeitprogramm entwickeln. Seinen Landmaschinenhandel wolle er, im Falle seiner Wahl, nebenberuflich weiter betreiben.

Hader freute sich über eine Liste mit engagierten Bewerbern quer durch alle Alters- und Berufsgruppen. Die Liste wurde einstimmig angenommen - ebenso wie die beiden Ersatz-Kandidaten, für die das Nachrückverfahren gilt. Als Wahlbeauftragter wurde Alexander Punzelt gewählt, als Stellvertreter Christian Alber. hs

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren