Stadtsteinach
stadtsteinach.inFranken.de  Die Schüler der Rugendorfer Kombiklasse 1/2 genossen einen praxisnahen Heimat- und Sachkundeunterricht.

Klassenzimmer mit Obstgarten getauscht

Projektarbeiten sind bei den Grundschülern immer wieder beliebt, weil sie eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag sind. Die Schüler der Kombiklasse 1 und 2 der Grundschule Stadtsteinach, die in R...
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Apfelernte auf Salem: Die Grundschüler der Kombiklasse 1 und 2 hatten sichtlich ihren Spaß dabei. Fotos: Werner Reißaus
Apfelernte auf Salem: Die Grundschüler der Kombiklasse 1 und 2 hatten sichtlich ihren Spaß dabei. Fotos: Werner Reißaus
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Projektarbeiten sind bei den Grundschülern immer wieder beliebt, weil sie eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag sind. Die Schüler der Kombiklasse 1 und 2 der Grundschule Stadtsteinach, die in Rugendorf unterrichtet werden, waren in diesen Tagen mit der Apfelernte auf dem Gelände vom Lindenhof Salem beschäftigt. Knappe fünf Zentner sammelten die Buben und Mädchen. Die Idee dazu hatten die Eltern der Schüler, die nach den Worten von Klasslehrerin Johanna Klehr sehr engagiert sind: "Die hatten die Idee, Äpfel zu ernten, das Ganze ist ein Projekt rund um den Apfel aus dem HSU-Lehrplan, dem Heimat- und Sachunterricht."

Die Kinder waren mit Begeisterung dabei und man sah sehr schnell, wer diese Arbeiten auch im Garten daheim schon des öfteren gemacht hat. Andere beobachteten erst einmal mit einer gewissen Neugier die Apfelernte, halfen aber dann beim Auflesen der herrlich rotbackigen Äpfel mit.

Das gesammelte Obst wird jetzt zur Obstpresse nach Neudrossenfeld gebracht, und der gewonnene Apfelsaft wird dann in Drei-Liter-Packs nicht nur den Schülern der Kombiklasse, sondern auch dem Kinderhort in Rugendorf zur Verfügung gestellt.

Mit Udo Schuster und Susanne Manzer waren auch zwei Vertreter der Eltern dabei, die ihre Sprösslinge bei der Apfelernte begleiteten und unterstützten. So war Udo Schuster damit beschäftigt, die Äste kräftig zu schütteln, damit die Äpfel in die Wiese fielen.

Mit dem "Breitacher Apfel" wurde in Salem eine ganz besondere Apfelsorte geerntet. Seine Fruchteigenschaft ist innen würzig, die Erntereife ist ab Oktober und die Genussreife ab November. Die Apfelernte erfolgte also genau zum richtigen Zeitpunkt.

Das sagten die Kinder

Die Schüler hatten natürlich ihren Spaß dabei. Finn-Luca Schuster erzählte, was ihm besonders gefallen hat: "Die Äpfel aufzulesen und in die Körbe zu geben. Wir haben zu Hause auch einen Garten, aber wir hatten nicht viele Äpfel am Baum, und die meisten waren faul. " Beim siebenjährigen Jannis Dunkel war es ähnlich: "Mir hat das Einschütten der Äpfel in die Säcke gefallen." Leonie Landa freute sich, wohl wie alle ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler, dass für ein paar Stunden, das Klassenzimmer mit einem Obstgarten vertauscht wurde: "Ich finde es auch toll, dass hier ganz viele Äpfel liegen, aber es ist schade, dass viele faule Äpfel dabei sind." Mia Kirschner brachte die Projektarbeit auf den Punkt: "Mir hat es Spaß gemacht, dass unsere Klasslehrerin überhaupt sowas mit uns macht. Am schönsten fand ich das Auflesen der Äpfel."

Jakob Löffler verriet seine Ansicht über die Apfelernte: "Mir gefällt, dass mal was anderes zusammen machen als Lernen."

Rektor Michael Pfitzner ließ es nicht nehmen, die Apfelernte mit zu verfolgen. Bei der Frage nach der Apfelsorte lag er mit "Jonathan" freilich etwas daneben, aber beim Biss in einen Apfel stellte der Schulleiter fest: "Er schmeckt hervorragend!" Werner Reißaus

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