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Windheim

Klassenerhalt hat Priorität

Der Aufsteiger TSV Windheim will sich in der neuen Verbandsliga Nordost behaupten. Dabei muss er aber um einen wichtigen Akteur bangen.
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Der Spitzenspieler des TSV Windheim, Stefan Schirmer, war mit 27:8 Einzeln der viertbeste Spieler der Oberfrankenliga in der vergangenen Saison.  Foto: Horst Marr,Archivr
Der Spitzenspieler des TSV Windheim, Stefan Schirmer, war mit 27:8 Einzeln der viertbeste Spieler der Oberfrankenliga in der vergangenen Saison. Foto: Horst Marr,Archivr

Die Herren des TSV Windheim schlagen nach der souveränen Meisterschaft in der Oberfrankenliga in der neuen Runde zum zweiten Mal auf Verbandsebene auf. Verstärkt durch den Neuzugang Reiner Kürschner vom TTC Tiefenlauter gehen Stefan Schirmer, Matthias Trebes, Fritz Schröppel, Patrick Grosch und Armin Raab auf Punktejagd für den TSV.

Durch die in Bayern vor der Saison durchgeführte Gebietsreform wurden neue Bezirke geschaffen, so dass der TSV erstmals nicht nach Unterfranken, sondern in Richtung Oberpfalz/Mittelfranken spielt und dabei auf viele neue Mannschaften in der Verbandsliga Nordost trifft.

Die gestiegenen Herausforderungen der mit zehn Mannschaften startenden Verbandsliga Nordost lassen sich am einfachsten am Wert des Tischtennis-Rankings (TTR) ablesen. Lag dieser durchschnittlich im Vorjahr in der Oberfrankenliga bei 1746 Punkten, so beträgt er in der kommenden Saison 1829 Punkte und liegt damit höher als der Wert der vergangenen Saison (1826) im vorderen Paarkreuz.

Eine große Überraschung wäre es, wenn die Meisterschaft nicht an die DJK SpVgg Effeltrich II ginge. Zwar wird nach Aussage des dortigen Teammanagers der an Position 1 gesetzte Drittligaspieler Alexander Rattassep kein Spiel bestreiten, doch hat die Truppe auch ohne ihn keinerlei Schwachpunkte und stellt mit Khaleel Asgarali (2084) und Szilard Csölle (2064) die beiden Topleute der Liga.

Hinter Effeltrich gibt es eine breite Masse an Teams, die gemessen an den TTR-Werten eng beisammen liegen. Angeführt wird dieses Feld vom TTSC Kümmersbruck, der vor allem an den Positionen 1 bis 3 mit Juraj Zatko und den Hummel-Brüdern sehr gut besetzt ist.

Auftakt gegen Schnaittenbach

Die TuS Schnaittenbach wird am Sonntag, 16. September, der erste Gegner der Windheimer in der heimischen Arena sein. Bei den Oberpfälzern spielt der aus Arzberger Zeiten bekannte Andreas Schneider an Position 5, doch liegt ein Sieg für die TSVler mit einem beherzten Auftritt durchaus im Bereich des Möglichen.

Ein weiteres unbekanntes Team ist die Mannschaft von DJK Sparta Noris Nürnberg II, die von ihren Punktwerten knapp 20 Punkte über dem des TSV liegen und ebenso ausgeglichen besetzt sind.

Die beiden folgenden Mannschaften sind für die Windheimer keine Unbekannten. Mit dem TTC Tiefenlauter II und dem TSV Untersiemau geben zwei Mannschaften ihre Visitenkarten ab, mit denen sich die TSVler bereits zu besten Oberfrankenligazeiten beherzte Kämpfe geliefert haben. Durch die mittlerweile langjährige Zugehörigkeit beider Mannschaften zur Verbandsebene dürfte die Erfahrung eher für die beiden Teams aus dem Coburger Land sprechen, wobei die Windheimer durchaus auf Augenhöhe agieren sollten und es sich bei beiden Aufeinandertreffen um enge Spiele handeln dürfte.

Der Meister der Oberpfalzliga TV Glück-Auf Wackersdorf, die vom TTR-Wert her knapp 20 Punkte hinter dem TSV rangieren, dürfte ebenso ein harter Prüfstein werden wie der Vorjahres-Vizemeister der Oberfrankenliga, die dritte Vertretung aus Effeltrich, denen sich die Windheimer im vergangenen Jahr in der Rückrunde mit 6:9 geschlagen geben mussten.

Mit dem TV Erlangen II kommt eine weitere Mannschaft aus Mittelfranken in die neue Liga, die an Position 1 bis 3 sehr gut besetzt ist, ab Position 4 jedoch etwas abfallen.

Neuzugang wird operiert

Für die Windheimer hat der Klassenerhalt Priorität und die Akteure hoffen, dass dieses Ziel mit Unterstützung der zahlreichen Zuschauer in der heimischen TSV-Arena realisiert werden kann. Entscheidend wird dabei auch sein, wie oft Reiner Kürschner ins Geschehen eingreifen kann, da der Neu-TSVler sich Anfang Oktober einer Operation unterziehen muss und noch nicht klar ist, wann er danach wieder voll einsatzfähig sein wird.

Die Saison beginnt für Windheim am kommenden Sonntag um 10 Uhr, wenn die TuS Schnaittenbach in der Arena gastiert und die TSVler, die zu den ersten beiden Heimspielen wohl in Bestbesetzung antreten werden, auf die Unterstützung ihrer Fans zählen können. at

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