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Wilhelmsthal

Klares Votum für den Amtsinhaber

Zwar verliert der Kandidat der CSU-Fraktion die Wahl zum Zweiten Bürgermeister, der Stellvertreter von Bürgermeisterin Susanne Grebner kommt dennoch aus den christlich-sozialen Reihen.
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Bürgermeisterin Susanne Grebner (links) vereidigt die sechs neuen Gemeinderäte der Gemeinde Wilhelmsthal in der Kronachtalhalle.  Foto: M. Wunder
Bürgermeisterin Susanne Grebner (links) vereidigt die sechs neuen Gemeinderäte der Gemeinde Wilhelmsthal in der Kronachtalhalle. Foto: M. Wunder

Gerhard Eideloth (CSU) aus Lahm bleibt auch in den nächsten sechs Jahren Zweiter Bürgermeister in Wilhelmsthal. Er setzte sich bei der konstituierenden Sitzung mit 11:5 Stimmen gegen Jan Fischer (CSU) durch.

Der Fraktionssprecher der CSU, Jochen Gleich, sagte, dass man sich längere Zeit Gedanken gemacht habe und auf den Nachwuchs setzen wolle. In seiner Fraktion habe es eine schriftliche, geheime Abstimmung gegeben, welche der erstmals für den Gemeinderat gewählte Jan Fischer gewann. Er habe bereits in der Sparkasse in der Personalabteilung Verantwortung übernommen und sei bestens geeignet. Man wolle mit diesem Vorschlag auch deutlich machen, dass die Jugend in die Verantwortung genommen werde. Darüber hinaus habe Fischer auch bei der Gemeinderatswahl ein gutes Ergebnis erzielt.

Martin Wachter (UWG/FW) schlug im Namen seiner Gruppierung und auch für die SPD/Freie Bürger den bisherigen Stellvertreter Gerhard Eideloth (CSU) vor. Dieser habe in den vergangenen sechs Jahren einen guten Job gemacht und sei überall beliebt. Er setzte sich dann auch mit 11:5 Stimmen durch.

Sechs neue Räte vereidigt

Bürgermeisterin Susanne Grebner (SPD) meinte, dass ihr Stellvertreter "wie ein Uhrwerk" gelaufen sei und hat dessen Wiederwahl daher als gut befunden. Zuvor hatte sie mit Jürgen Baumgärtner, Jan Fischer, Carolin Rehm (alle CSU), Dominik Engelhardt, Ralf Welsch und Christian Engelhardt (alle SPD/Freie Bürger) die neuen Gemeinderäte vereidigt.

Grebner bezeichnete es als eine Ehre und Verpflichtung, die Gemeinde auch in den nächsten sechs Jahren führen zu dürfen. Die großen Herausforderungen seien nur gemeinsam zu bewältigen, zumal das Ausmaß der Pandemie noch nicht vorherzusehen sei. In der Vergangenheit konnte man mit stabilen Steuereinnahmen und guten Förderungen rechnen. Für sie sei eine gute, offene und faire Zusammenarbeit eine Herzensangelegenheit.

Neben der Zusammenarbeit im Gemeinderat sei man aber auch auf das direkte Umfeld, also die Bürger, angewiesen. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass man mit deren Unterstützung und Mithilfe zu einer "Mitmachgemeinde" werde und Schritt für Schritt weiterkomme. Der Gemeinderat sei gut durchgemischt, leider aber nur mit einer einzigen Frau besetzt.

Die Verbandsräte

Als Verbandsrat für den Schulverband Kronach III wurde Jochen Gleich (CSU, Stellvertreter: Matthias Barnickel, SPD/Freie Wähler) bestellt.

Weiterhin wurden die Verbandsräte für den Zweckverband Frankenwaldgruppe bestellt. Diese sind Klaus Sesselmann und Jochen Gleich (Stellvertreter: Carolin Rehm und Heinrich Förtsch), Franz Büttner (Stefan Pfadenhauer) sowie Martin Wachter (Udo Prell).

Die Geschäftsordnung wird in der nächsten Sitzung neu beschlossen, deshalb gilt die bisherige zunächst weiter. Die Anzahl der Ausschüsse soll weiter bestehen bleiben. So soll es auch künftig den vor sechs Jahren neu geschaffenen Haushalts- und Finanzausschuss, den Bauausschuss und den Rechnungsprüfungsausschuss geben.

Junge Räte in der Pflicht

Auf Vorschlag von Jochen Gleich (CSU) soll der vorberatende Gemeindeentwicklungsausschuss in einen "Zukunfts-/Kreativausschuss", dem alle jungen Gemeinderäte über die Parteigrenzen angehören, überführt werden. Er meinte, dass die Jugend ohne konkrete Aufgabenstellung und ohne paritätische Besetzung einfach an die Sache gehen sollte. Er wurde von Matthias Barnickel (SPD/Freie Bürger) bestätigt. Dieser meinte, dass die Jugend vieles aus einer andere Sichtweise sehe und dankte Jochen Gleich für die gute Idee.

Wieder bestellt wurde die Bürgermeisterin zur Trauungsstandesbeamtin. Susanne Grebner appellierte an die Bürger der Ortsteile, die keinen Gemeinderat stellen, sich für Ortssprecher einzusetzen. Vorschläge aus Gifting, Roßlach und speziell Effelter, wo die Dorferneuerung ansteht, sind willkommen.

Endspurt bei der Turnhalle

In der Sitzung kam auch die Turnhalle Wilhelmsthal zur Sprache. Dort müssten jetzt "Nägel mit Köpfen" gemacht werden, versicherte die Bürgermeisterin. Sie rechnet damit, dass man in den nächsten sechs Wochen weitgehend fertig werde. Auch die neue Homepage der Gemeinde soll zeitnah fertiggestellt werden.

Wohin mit der Kunst am Bau?

Gemeinderat Stefan Pfadenhauer (SPD/Freie Bürger) wollte Auskunft über die Ausschreibung für das Gemeindehaus in Hesselbach. Die Bürgermeisterin meinte, dass es derzeit am Kunstwerk hänge. Jetzt sei der Kreisheimatpfleger Robert Wachter am Zug, bis zum 25. Mai sollte es eine Lösung geben.

Jürgen Baumgärtner (CSU) meinte, dass es nicht klug wäre, beim mit staatlichen Mitteln geförderten Rückbau der alten Schule die Kunst am Bau zu zerstören. Es müsse eine Lösung gefunden werden. Deshalb habe er den Lucas-Cranach-Campus ins Spiel gebracht, dort könnte das Kunstwerk ein neues Zuhause finden.

"Ich möchte keine Schlagzeilen wie die ,Zerstörung der Kunst am Bau', sagte die Bürgermeisterin. Zunächst wollte man aus Kostengründen auf den Erhalt verzichten und das Bild nur auf "Leinwand" widerspiegeln. Mittlerweile gebe es weitergehende Überlegungen, was aber zu einer Zwischenlagerung führen wird. Dies ist in freier Natur aber nicht möglich. Damit sei wiederum eine Förderung eher schwierig. Immerhin spricht man insgesamt von rund 25 000 Euro an Kosten. Man will deshalb nochmals prüfen, ob es eine Möglichkeit der Finanzierung für den Erhalt gibt.

Mehr Infos zum Breitbandausbau

Gemeinderat Klaus Sesselmann (CSU) meinte, dass der Kinderspielplatz in Steinberg dringend gemäht werden müsse. Udo Trebes (UWG/FW) sprach den Breitbandausbau und damit verbundene Schreiben an die Hausbesitzer an. Dabei gebe es noch Informationsbedarf, speziell für ältere Bürger.

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