Hofheim i. UFr.

Klare Worte zur Flüchtlingspolitik

Mit einem Empfang dankte die SPD Hofheim treuen Mitgliedern. Zur Feierstunde waren Gäste aus Syrien eingeladen, und der SPD-Kreisvorsitzende Wolfgang Brühl (Eltmann) schilderte die...
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Ortsvorsitzender Konrad Spiegel (links) mit den Jubilaren Werner Barth, Günter Geiling, Robert Frank und dem Kreisvorsitzenden der SPD, Wolfgang Brühl Foto: privat
Ortsvorsitzender Konrad Spiegel (links) mit den Jubilaren Werner Barth, Günter Geiling, Robert Frank und dem Kreisvorsitzenden der SPD, Wolfgang Brühl Foto: privat
Mit einem Empfang dankte die SPD Hofheim treuen Mitgliedern. Zur Feierstunde waren Gäste aus Syrien eingeladen, und der SPD-Kreisvorsitzende Wolfgang Brühl (Eltmann) schilderte die Entwicklung der Flüchtlingslage im Kreis und fand klare Worte zur Flüchtlingspolitik der SPD.
Brühl und der Ortsvereins-Vorsitzende Konrad Spiegel gratulierten Werner Barth und Günther Geiling zum 40-jährigen und Robert Frank und Thomas Nappert zum 25-jährigen Jubiläum in der SPD.
Der Ortsverein der SPD Hofheim hatte einige asylsuchende Flüchtlinge aus Syrien eingeladen. Man wollte sich ein Bild von den Menschen machen, die Schutz vor Krieg und Verfolgung suchten, sowie von der Flüchtlingssituation im Kreis.
"Was ich in den letzten Monaten in unserem Landkreis erlebt habe, ist für mich beispiellos", sagte Wolfgang Brühl. Er war als BRK-Einsatzleiter an vorderster Front. Von Januar bis Juli 2015 seien es stets 400 bis 500 Personen gewesen, die dem Landkreis Haßfurt zugewiesen wurden, dann aber sei die Zahl der "Leistungsempfänger" von 750 im August auf rund 1000 Menschen gestiegen. Über die Hälfte konnte mittlerweile dezentral untergebracht werden, jeweils etwa 200 jedoch leben noch in Notfall- oder Gemeinschaftsunterkünften.
Brühl schilderte die vielen Aufgaben bei der Unterbringung und zeigte sich begeistert von der Hilfsbereitschaft der vielen ehrenamtlichen Helfer in den Dörfern und kleinen Städten, vom Einsatz der Mitarbeiter im Landratsamt und von der Spendenbereitschaft der Bürger: "An einem Tag drängten sich im Rotkreuz-Hof 350 Privatautos, und die Sachen waren sauber und wiederverwendbar."
Brühl ist guter Dinge, dass die Integration der Bleibewilligen gelingen wird. "Die Chancen", so Wolfgang Brühl, "werden sich mittel- und langfristig auch in unseren Sozialkassen positiv auswirken."


Bekenntnis zu den Werten

"Wer aber", so Wolfgang Brühl, "bei uns bleiben will, der muss sich ohne Wenn und Aber an die klaren Grenzen halten, die das Grundgesetz setzt und über die sich niemand, auch nicht mit Verweis auf Herkunft, religiöse oder politische Überzeugungen, hinwegsetzen darf." Es müsse jedem klar sein, dass Gleichberechtigung und Religionsfreiheit nicht verhandelbar sind. Das gelte auch für die Toleranz gegenüber Andersgläubigen, Nichtgläubigen, der Gleichstellung von Frauen und die Akzeptanz von Menschen anderer sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität. "Antisemitismus werden wir niemals dulden." Die Anwesenden reagierten betroffen auf die Berichte ihrer Gäste aus Syrien. Es sind eben zweierlei Dinge, ob man das unvorstellbare Elend und Leid im Fernsehen sieht oder ob ein Mensch einem gegenüber sitzt und berichtet. red





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