Meeder
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Klärwerk-Umbau in Kösfeld kostet die Gemeinde 6,5 Millionen Euro

Matthias Kraft vom Planungsbüro Baurconsult in Pegnitz hat auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Meeder den aktuellen Planungsstand zum Umbau der Kläranlage Kösfeld vorgestellt. Der Gemeinderat s...
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Matthias Kraft vom Planungsbüro Baurconsult in Pegnitz hat auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Meeder den aktuellen Planungsstand zum Umbau der Kläranlage Kösfeld vorgestellt. Der Gemeinderat stimmte diesem Entwurf zwar zu, aber es sind noch wesentliche Punkte offen. Eine Ausschreibung und eine Leistungsvergabe erfolgen noch nicht. In der Sitzungsvorlage heißt es: "Diese bleibt einem späteren Beratungsgegenstand sowie dem Verfahren zur Überleitung der gereinigten Abwässer aus der Kläranlage Kösfeld in die Lauter beziehungsweise der hierfür erforderlichen rechtlichen Bauerlaubnis zur Herstellung und letztendlich erfolgreichen Baufertigstellung vorbehalten."
Die Maßnahme soll nach dem Wunsch des Gemeinderats in das Investitionsprogramm ab 2022 eingearbeitet werden. Nach der Schätzung von Baurconsult wird das Projekt 6,5 Millionen Euro kosten. Das ist eine Million Euro mehr als nach einer älteren Schätzung eines anderen Planers. Inzwischen hat sich auch die Gesetzeslage in Bezug auf die Vorgaben zur Entsorgung geändert. Kraft hat vorgesehen, dass die Kläranlage auch mehr Fremdschlamm aufnehmen kann zur Vorsorge und zur eventuellen gegenseitigen Aushilfe bei benachbarten Anlagen.


Gebühren plus Beiträge

Die Anlage soll für 5200 Einwohner konzipiert werden. Kraft sagte dazu: "Meeder kann sich auch weiterentwickeln." In der Kläranlage sollen ein Trafo und ein Kühlraum für Tiere aus Wildtierunfällen untergebracht werden. Solaranlagen sollen zumindest im Sommer eine weitgehend autarke Energieversorgung möglich machen. Technik und Sozialbereiche werden laut Entwurf im Betriebsgebäude untergebracht. Die Kubus-Kommunalberatung und Service geht davon aus, dass der Umbau der Kläranlage Kösfeld wohl nicht allein aus dem Gebührenaufkommen zu finanzieren sei. Sie empfiehlt die Teilfinanzierung durch Verbesserungsbeiträge.
Ein Bürgerantrag aus der Gemeinde Meeder vom November 2017 ist erst einmal im Landratsamt gescheitert. Es ging um eine Geschwindigkeitsbegrenzung, eine Ampelanlage oder den Bau eines Zebrastreifens an der Kreisstraße CO 4 (Ottowinder Straße). All dies lehnt das Landratsamt wegen zu geringer Verkehrszahlen ab. Jetzt will die Gemeinde Meeder ihre eigenen Zahlen ermitteln. "Wir haben ein eigenes Zählgerät", so Bürgermeister Höfer. Unterschiedliche Ansichten gibt es auch zur Parksituation an dieser Stelle. Polizei und Landratsamt halten ein Einschreiten nicht für notwendig. "Es ist eine Kreisstraße und keine Gemeindestraße", stellte dazu bedauernd der Bürgermeister fest. mako


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