Laden...
Heiligenstadt

Klärschlamm wird zum Problemfall

In verschiedenen Ortsteilen der Marktgemeinde Heiligenstadt steigen die Abwassergebühren. Neue Kalkulation vorgelegt.
Artikel drucken Artikel einbetten

"Wir müssen kostendeckende Verbrauchsgebühren fordern. Wenn wir die nicht erheben, werden wir in den nächsten Jahren unseren Haushaltsplan nicht genehmigt bekommen", warnte der Geschäftsleiter der Marktgemeinde Heiligenstadt, Rüdiger Schmidt, das Gremium in der jüngsten Markgemeinderatssitzung.

Schmitt informierte, dass die Kalkulationsperiode für einige Kläranlagen Ende 2019 abliefen. Deshalb habe Wolfgang Och vom Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband eine neue Gebührenkalkulationen durchgeführt.

Für die Kläranlage Kalteneggolsfeld/Oberngrub habe sich ein Minus von 20 694 Euro ergeben. "Das ist begründet durch die Reparatur des Scheibentauchtropfkörpers und die gestiegenen Klärschlammkosten", erklärte Schmidt. Diese Kosten werden auf die Verbraucher umgelegt. Die kostendeckende Verbrauchsgebühr steigt somit ab Januar 2020 von 2,18 Euro auf 2,61 Euro pro Kubikmeter Abwasser.

In der Kläranlage Herzogenreuth wurde in den Jahren 2016 bis 2019 ein Fehlbetrag von 1 064 erwirtschaftet. Dennoch sinkt hier der Abwasser-Preis. Die Gebühr sinkt von 3,78 Euro auf 3,37 Euro pro Kubikmeter. Allein in Teuchatz bleibt die Gebühr bei 2,24 Euro pro Kubikmeter Abwasser.

In der Kläranlage Heiligenstadt liegt das Minus bei 167 430 Euro. "Das ist begründet durch den Anschluss der Gemeindeteile Burggrub, Oberleinleiter und Tiefenpölz. Außerdem wurde die neue Kläranlage in Traindorf gebaut. Höhere Betriebsaufwendungen beim Strom und Mehrausgaben beim Klärschlamm nannte Geschäftsstellenleiter Schmidt als Ursachen für das Defizit. Somit steigt hier der Preis für den Kubikmeter Abwasser vom 2,07 auf 3,08 Euro.

"Wir bekommen immer mehr Probleme mit dem Klärschlamm", meinte Bürgermeister Helmut Krämer (CSU/Einigkeit). Das Ausbringen auf die Äcker sei nicht mehr möglich. Es sei allerdings im Gespräch, dass im Landkreis zwei Aufnahmestellen entstehen sollen, in denen der Klärschlamm in Energie umgewandelt werden soll. Die Marktgemeinderäte stimmten den neuen Gebühren und den zugehörigen Satzungsänderungen einstimmig zu.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren