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Kita wächst auf sieben Gruppen

Die Planungen für den Neubau an der Seehofhalle wurden jetzt nicht nur räumlich erweitert. Sie ermöglichen auch ein modernes pädagogisches Konzept.
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Um den Neubau der Kindertagesstätte St. Christopherus an der Seehofhalle ging es in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die nochmals optimierten Planungen für die Machbarkeitsstudie des Neubaus, die die Verwaltung und das beauftragte Architektenbüro Paptistella dem Gemeinderat vorstellten, enthielten zahlreiche Verbesserungen. "Wir wollten unsere Vorentwürfe nicht nur dem erneut erhöhten Bedarf, sondern auch den pädagogischen Vorgaben des Kita-Teams anpassen", konstatierte Bürgermeister Gerd Schneider.


Familienzuzug berücksichtigt

War der Kita-Neubau ursprünglich nur für fünf Gruppen vorgesehen, so reagierte die Gemeinde Memmelsdorf während der Sommerpause nochmals auf die erhöhten Bedarfszahlen und plant nun von vorneherein eine siebengruppige Kita an der Seehofhalle - mit vier Kindergarten- und zwei Krippengruppen sowie einer altersgemischten Gruppe. "Wir beziehen in die neuen Planungen ebenfalls den Familienzuzug in den neu entstehenden Baugebieten in Meedensdorf und im Wohnpark Fröschgraben in Memmelsdorf ein", betont Bürgermeister Schneider.
Für die siebengruppige Variante und ein modernes pädagogisches Konzept sei ein kompakter Gebäudeumriss nötig, erläuterte Architekt Stefan Paptistella die Vorentwürfe. "Dies erfordert auch eine andere Nutzung des Grundstücks." Dafür sei es wichtig, das gesamte Feld der bisherigen Parkplätze neu zu ordnen. Circa 50 Stellplätze werden dazu direkt an der Pödeldorfer Straße angelegt, auf diese Weise wird der Autoverkehr von der fußläufigen Erschließung der Kita getrennt. Für die wegfallenden Stellplätze solle im nahen Umfeld Ersatz geschaffen werden, erläuterte Bauamtsleiter Stephan Walz. "Unsere Lösung sieht einen ortsnahen und gemeinsam genutzten Stellplatz für die Kita und die benachbarte Sportanlage Schmittenau vor. Wir sondieren derzeit verschiedene Grundstücke, die dafür infrage kommen."


Gemeinsamer Parkplatz

Diese gemeinsame Stellplatzvariante spare zudem Kosten und biete Vorteile für alle Nutzer. "Wir nehmen dadurch den Verkehrs- und Parkplatzdruck weg von der Pödeldorfer Straße und können zusätzlich die Möglichkeiten für die Nutzung der Seehofhalle erweitern, ohne Beeinträchtigungen für die Anwohner."
Bürgermeister Gerd Schneider war voll des Lobs für die Vorentwürfe: "Eine zukunftsfähige Planung - nicht nur für die Kita, sondern insgesamt wichtig für den Familienstandort Memmelsdorf." Auch der Gemeinderat beschied die Vorschläge der Verwaltung positiv und beschloss, die Entscheidung über das neue Parkraumkonzept erst in der Oktober-Sitzung zu treffen, nachdem ein gemeinsamer Ortstermin dazu stattgefunden hat.


Eigenverantwortliches Lernen

Mit einer einstimmigen 19:0 Entscheidung unterstützte der Gemeinderat auch die Vorentwürfe zu dem neuen Gebäude- und Grundstückszuschnitt. Alle Räte, die sich zu Wort meldeten, trugen die Vorgaben des Kita-Teams und der Kirchenstiftung als Träger mit, die neue Raumplanung speziell auf das teiloffene pädagogische Konzept abzustimmen.
Dieses werde in der jetzigen Kita St. Christopherus bereits seit vier Jahren umgesetzt, erläuterte die Leiterin Ulrike Straub in der Sitzung: "Das teiloffene Konzept, nach dem sich die Kinder außerhalb der Kernzeiten in der Gruppe frei im Gebäude bewegen können, entspricht völlig den Anforderungen des BayKiBiG z.B. für eigenverantwortliches Lernen. Wir schulen unser Team seit langem mit regelmäßigen Fortbildungen dazu und haben das Konzept schon in den jetzigen Räumlichkeiten erprobt und gefestigt." Bauamtsleiter Stephan Walz ergänzte die dafür notwendige räumliche Umsetzung: "Wir lassen für dieses Konzept viel Platz zwischen den Räumen und nutzen den breiten Flur durch mobile Trennwände als multifunktionale Fläche. Außen haben die Kinder einen großzügigen Garten- und Grünbereich in Richtung Bach."


Attraktiver Vorplatz

Walz fügte zudem an, dass sich der Erste Bürgermeister und das Bauamt vorab umfassend im Frensdorfer Kinderhaus und in der Bamberger KiTa St. Elisabeth über das teiloffene Konzept und die Praxiserfahrungen damit haben informieren lassen. Auch für die Seehofhalle biete die neue Grundstücksgestaltung mit der neuen Kita einen deutlichen Mehrwert, freut sich der Bauamtsleiter.
"Bisher gibt es zur Halle keinen wirklichen Haupteingang. Durch die Schaffung eines gemeinsamen und attraktiv gestalteten Vorplatzes für Kita und Seehofhalle erhöhen wir die Aufenthaltsqualität vor beiden Gebäuden." keb
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